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Maronitische Kirche

 

 Maronitische KircheMaronitische Kirche

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gläubige:

3,3 Millionen, davon über die Hälfte in der Diaspora

Leitung:

 

Patriarch von Antiochien, Sitz in Beirut

Liste der Patriarchen

Diözesen:

 

23 Diözesen und 2 Patriarchalexarchate

Ostkirchliche Bistümer

Ritus:

Westsyrisch

Sprache:

Arabisch, Altsyrisch (Aramäisch)

Kalender:

Gregorianisch

 

- Zahlen 2013: 1.033 Pfarreien / 41 Bischöfe / 876 Diözesanpriester / 483 Ordenspriester / 690 Ordensmänner / 1.136 Ordensfrauen

 

- Geschichte -

Im späten 4. Jh. gründete der hl. Maron in den Bergen zwischen Antiochia und Aleppo ein Kloster, das bald nach den – am Leben eines Eremiten orientierten – Lebensstil seines Gründers recht eigenständige Traditionen entfaltete. Im 5. Jh. schlossen sich die Mönche entgegen vielen anderen Gemeinschaften der syrischen Mönchstradition dem Konzil von Chalzedon 451 an. Sie stabilisierten im 6./7. Jh. nicht nur ihre Klosterkultur durch weitere Gründungen, sondern hatten in den Mardaiten auch eine militärische Gruppierung, die nach 640 die Christen der Levante vor den Muslimen schützte. In diese Zeit fällt die Trennung von den melkitischen Antiochenern, weil man sich im Streit um den Monotheletismus (eine der Kompromissformeln, um das Schisma von Chalkedon doch noch zu heilen) zwischen Griechen und Maroniten nicht einigen konnte.

Im 8. Jh. zogen sich die Mönche und mit ihnen die Gemeinden aus der Ebene in die Libanonberge zurück, um dem Druck der Islamisierung zu entgehen, nachdem Kaiser Justinian II. die Mardaiten nach Kilikien umgesiedelt hatte. In dieser Zeit, die eine jahrhundertelange Isolation der Anhänger Marons einleitete, begannen sie, ihr eigenes spirituelles Oberhaupt zu wählen, das vom 9. – 11. Jh. den Titel Patriarch von Antiochia trug.

1182 wurde – weil man das Konzil von Chalzedon anerkannte – problemlos die formale Union mit Rom durch den neuen lateinischen Patriarchen von Antiochia vollzogen. Dennoch hielten die Maroniten seither am Mythos daran fest, daß sie nie von Rom abgespalten waren. Als erster Patriarch besuchte Jeremias Al-Amshitti (1199-1230) Rom, um 1215 am Laterankonzil teilzu-nehmen. Seither sind die Verbindungen nie mehr abgerissen. Papst Gregor XIII. ließ 1584 in Rom ein maronitisches Seminar gründen.

1516/7 wurden die Maroniten wie alle anderen Untertanen der ägyptischen Mameluken Bürger des osmanischen Reiches, aber keine eigene Millet, sondern mussten sich ähnlich den Melkiten mit der lokalen Dynastie von Damaskus arrangieren. Seit dem 19. Jh. tritt Frankreich verstärkt als Schutzmacht der Maroniten auf und besetzte den Libanon, nachdem 1860 von den Drusen ein Massaker an den Maroniten in den Bergen verübt worden war. Frankreich betrieb nach dem Ers-ten Weltkrieg in seinem Mandatsgebiet konsequent die Herstellung der Unabhängigkeit des maronitischen Libanon 1944 und half mit, den Staat aufzubauen. Der Bürgerkrieg seit 1974 hat aber gezeigt, daß die Basis für einen Christenstaat im Nahen Osten nicht breit genug abgesichert war. Daher gibt es heute eine über die ganze Welt verstreute Diaspora der Maroniten.

Der Patriarch residiert seit 1970 in Bkerke, 40 km nördlich von Beirut. Es gibt neun Diözesen mit 850 Pfarren. Sechs Diözesen sind im Ausland. Die Maroniten stellen mit 400.000 Gläubigen etwa ein Sechstel aller Bewohner des Libanons. Es gibt in Kaslik eine maronitische Universität und eine theologische Fakultät an der Universität in Beirut.

Die Liturgie ist westsyrischen Ursprungs mit starkem lateinischem Einfluß. Liturgiesprache ist heute hauptsächlich das Arabische neben dem Westsyrischen, das von einzelnen Gemeinden im Bergland immer noch gepflegt wird. Die Zahl aller Gläubigen liegt weltweit bei etwa drei Millionen.

 

- Geschichte der Maronitischen Kirche

 

- Patriarch -

Der Patriarch wird von einer Bischofssynode gewählt und anschließend dem Papst in Rom angezeigt. Dieser gewährt diesem (und damit der Kirche) die Gemeinschaft. Seinem Tauf- oder Ordensnamen fügt der Patriarch stets den Namen Petrus hinzu. So wurde aus dem gewählten Bischof Béchara Rai, der Patriarch Béchara Pierre.

 

- Orden -

Antonine Maronite Order

Ar-Roujbanyat Al-Marounyat Liltoubawyat Mariam Al-Azra (Aleppians)

Libanese Maronite Order (Baladites)

Maronite Libanese Missionaries

 

Maronitische Liturgiefeier:

Bildergalerie