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Kommende Blumenthal

 

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Kommende Blumenthal

Ballei Franken

Bistum Augsburg

Land: Bayern

 

I. Geschichte

Nachdem der Komtur bereits 1296 die Gerichtsbarkeit, ohne Blutgericht, über alle seine Besitzungen erhalten hatte1, gelangte 1313 die Pfarrei Althegnenberg an die Kommende2. Ihr folgten 1339 die Pfarrei Schiltenberg, 1384 die Pfarrei Rohrenfels, 1428 die Pfarrei Echsheim und 1448 die Pfarrei Bernbach3. 1410/11 zählte der Kommendenkonvent drei Ritter- und einen Priesterbruder4. Nachdem man im 17. Jahrhundert das adlige Gut Stunzberg gekauft hatte5, kam es 1703 zu einer Plünderung der Kommende durch kaiserliche Truppen6. 1722 konnte die Kommende dann die Niedergerichtsbarkeit wie auch die Landes- und Edelmannsfreiheit über 28 ihrer Güter in den Kreisen Aichach und Friedberg erwerben7.

 

II. Komture

Heinrich Willbrand von Parkenstein (erw. 1339)8

Wilhelm von Seckendorff (erw. 1397)9

Beringer von Aichelsheim (erw. 1423)10

Hartung von Egloffstein (erw. 1449)11

Alexius von Diemar zu Wiesenfeld (1539-1540)12

Johann von Ehingen (erw. 1544)13

Philipp von Mauchenheim gen. Bechtolsheim (1580-1593)14

Gebhard von Nenningen (1622)15

Ulrich von Wolkenstein (1631-1635)16

Jakob von Kaltenthal (erw. 1669)17

Philipp Heinrich von Andlau (1685-1687)18

Friedrich von der Asseburg (erw. 1686)19

Franz Claudius von Reinach (1697-1707)20

Johann Franz Ernst von Weichs (erw. 1722)21

Franz Johann von Bibra (1736-1737)22

Karl Friedrich von Eltz-Rodenstein (1739-1743)23

 

III. Patronate

Die Kommende war Patron verschiedener Pfarreien und Benefizien. Deren Inhaber wurden bis 1700 durch den Komtur, dann aber durch den Landkomtur präsentiert. Ab 1789 ging das Präsentationsrecht schließlich an den Hochmeister über24. Bei den Patronaten handelte es sich um: Pfarrei St. Maria Himmelfahrt zu Aichach und deren Filialkirchen Ober- und Unterschneitbach, Walchshofen und Algertshausen. In der Pfarrkirche besaß der Orden zwar das Nominationsrecht, der Bürgermeister von Aichach aber das Präsentationsrecht. Vier weitere Benefizien (St. Georg, St. Laurentius, Allerseelen, St. Margareten) der Kirche konnten aber frei vergeben werden. Sie wurden später, aufgrund ihrer geringen Dotation, teilweise mit anderen Stellen vereinigt. / Pfarrei St. Maria Geburt zu Klingen, deren Inhaber zugleich Kommendenkaplan war. / Pfarrei St. Stephan zu Gallenbach, seit 1414 in Personalunion mit der Pfarrei Neul. / Pfarrei Neul. / Pfarrei Schiltberg und Kaplanei Oberwittelsbach. / Pfarrei St. Mariä Heimsuchung zu Echsheim, bis 1466 eine Filiale der Pfarrei Holzheim. / Pfarrei Kreuzauffindung zu Gundelsdorf. / St. Margareta zu Unterbaar, Kaplanei von Holzheim. / Pfarrei Oberbernbach / Pfarrei St. Vitus zu Oberwittelsbach, bis 1472 Kaplanei der Pfarrei Aichach. / Wallfahrtskirche Maria Birnbaum mit einem Kaplan und einem Benefiziaten. Da kein Benefizium gestiftet wurde, unterhielten sich diese aus den Einkünften der Wallfahrt und einem Deputat der Kommende25.

 
1 Staatsarchiv Ludwigsburg, JL 425 Bd. 25 Qu. 50
2 Staatsarchiv Ludwigsburg, JL 425 Bd. 25 Qu. 48
3 Staatsarchiv Ludwigsburg, JL 425 Bd. 25 Qu. 65
4 Marian Biskup, Visitationen im Deutschen Orden im Mittelalter. Teil I, Marburg 2002, S. 63
5 Staatsarchiv Ludwigsburg, JL 425 Bd. 25 Qu. 59
6 Staatsarchiv Ludwigsburg, JL 425 Bd. 25 Qu. 49
7 Staatsarchiv Ludwigsburg, JL 425 Bd. 25 Qu. 58
8 Staatsarchiv Ludwigsburg, JL 425 Bd. 25 Qu. 49
9 Staatsarchiv Ludwigsburg, JL 425 Bd. 25 Qu. 59
10 Staatsarchiv Ludwigsburg, JL 425 Bd. 25 Qu. 48
11 Staatsarchiv Ludwigsburg, JL 425 Bd. 25 Qu. 53
12 Jörg Seiler, Der Deutsche Orden in Frankfurt, Marburg 2003, S. 512
13 Staatsarchiv Ludwigsburg, JL 425 Bd. 25 Qu. 54
14 Jörg Seiler, Der Deutsche Orden in Frankfurt, Marburg 2003, S. 513
15 Jörg Seiler, Der Deutsche Orden in Frankfurt, Marburg 2003, S. 516
16 Jörg Seiler, Der Deutsche Orden in Frankfurt, Marburg 2003, S. 517
17 Staatsarchiv Ludwigsburg, JL 425 Bd. 25 Qu. 56
18 Jörg Seiler, Der Deutsche Orden in Frankfurt, Marburg 2003, S. 519
19 Staatsarchiv Ludwigsburg, JL 425 Bd. 25 Qu. 57
20 Jörg Seiler, Der Deutsche Orden in Frankfurt, Marburg 2003, S. 521
21 Staatsarchiv Ludwigsburg, JL 425 Bd. 25 Qu. 58
22 Jörg Seiler, Der Deutsche Orden in Frankfurt, Marburg 2003, S. 522
23 Jörg Seiler, Der Deutsche Orden in Frankfurt, Marburg 2003, S. 522
24 Helmut Rischert, Der Deutsche Orden im Wittelsbacher Land. Die Kommende Blumenthal., Aichach 2010, S. 104
25 Helmut Rischert, Der Deutsche Orden im Wittelsbacher Land. Die Kommende Blumenthal., Aichach 2010, S. 105-143

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