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Kommende Duisburg

 

Geschichte

Komture

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Ballei Westfalen

Erzbistum Köln

Land: (Gft./Hzt.) Kleve

 

I. Geschichte

Die Stadt Duisburg gehörte zum Herzogtum Jülich-Kleve und war im Erzbistum Köln gelegen. Bereits kurz nach 1300 kam es zu ersten Gütererwerbungen innerhalb der Stadt1, in welcher dem Deutschen Orden die Pfarrei St. Salvator übertragen war. Obwohl seit 1313 Kommende2, blieb die hiesige Einrichtung während des Mittelalters eher ein Pfarrhaus mit weitgehend eigenständiger Güterverwaltung und Einkünften. Die eigentliche Verwaltung oblag der Kommende in Welheim. Lediglich in der Zeit vom 15. bis zum 16. Jahrhundert traten die Ordensbrüder der Kommende Duisburg eigenständig in Rechtsgeschäften auf3. Bereits 1561 veränderte der Ordenspriester Heinrich Hörster den Gottesdienst im Sinne der Reformation an der Kirche, die zugleich eine bedeutende Wallfahrtskirche am Niederrhein war, wobei er im Einklang mit dem Magistrat der Stadt handelte4. Im Verlauf der 1560er Jahre kam es zur Veräußerungen vonGütern und Wertgegenständen durch den Komtur des Hauses, welche zu großen Verlusten führen. Auch entzog die Stadt, die im Verlauf der Reformation protestantisch geworden war, dem Orden 1571 das Patronat über die St. Salvatorkirche5. Die geringen Einkünfte, welche sich lediglich noch auf 300 Reichsthaler beliefen, machten zukünftig die Residenz eines Komturs unmöglich6. Die nachreformatorischen Besitzungen geben eine Ahnung über den Besitz in vorreformatorischer Zeit: Häuser und Mieten in der Stadt von 3.400 Talern; 90 Morgen Ländereien und Wiesen im Wert von 2.700 Talern; einige Zehnten im Kasseler Feld; 2 Höfe und ein Kötter im Wert von 3.000 Talern7. Da die Kommende in der Reformation untergegangen war, wurde die Verwaltung des geringen Besitzes nun durch die Landkommende wahrgenommen8. Zur endgültigen Säkularisation kam es dann jedoch erst 18059.

 

II. Komture10

Stephan von Voirden DOP (1494-1524)

Gerret Koehus DOP (1527-1533)

Henrich Hoter DOP (1551)

Franz Wolff DOP (1554/55)

Johann up dem Berge (1555-1561)

Matthias Billerbeck (161-1571)

Eberhard Dietrich von der Tann (1636-1638)

Dietrich von dem Broel gen. Plaeter (1638-1640)

Johann Winold von Westrem (1648-1661)

Franz Wilhelm von Fürstenberg (1662/63)

Johann Hunold von Plettenberg (1664-1672)

 

1 Hans Jürgen Dorn, Die Deutschordensballei Westfalen (Quellen und Studien zur Geschichte des Deutschen Ordens, Bd. 26), Marburg 1978, S. 8

2 Hans Jürgen Dorn, Die Deutschordensballei Westfalen (Quellen und Studien zur Geschichte des Deutschen Ordens, Bd. 26), Marburg 1978, S. 15

3 Hans Jürgen Dorn, Die Deutschordensballei Westfalen (Quellen und Studien zur Geschichte des Deutschen Ordens, Bd. 26), Marburg 1978, S. 8

4 Sascha Schug, Der Deutsche Orden in Westfalen: von der Reformation bis zur Säkularisation, o. O.2016, S. 63

5 Hans Jürgen Dorn, Die Deutschordensballei Westfalen (Quellen und Studien zur Geschichte des Deutschen Ordens, Bd. 26), Marburg 1978, S. 11-12

6 Sascha Schug, Der Deutsche Orden in Westfalen: von der Reformation bis zur Säkularisation, o. O.2016, S. 66-67

7 Hans Jürgen Dorn, Die Deutschordensballei Westfalen (Quellen und Studien zur Geschichte des Deutschen Ordens, Bd. 26), Marburg 1978, S. 14

8 Hans Jürgen Dorn, Die Deutschordensballei Westfalen (Quellen und Studien zur Geschichte des Deutschen Ordens, Bd. 26), Marburg 1978, S. 223

9 Hans Jürgen Dorn, Die Deutschordensballei Westfalen (Quellen und Studien zur Geschichte des Deutschen Ordens, Bd. 26), Marburg 1978, S. 17

10 Hans Jürgen Dorn, Die Deutschordensballei Westfalen (Quellen und Studien zur Geschichte des Deutschen

Ordens, Bd. 26), Marburg 1978, S. 223

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