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Kommende Horneck

 

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Kommende Horneck

Ballei Franken, Deutschmeister

Bistum Worms

Land: Deutscher Orden

 

I. Geschichte

Die Kommende Horneck war eine Familienstiftung der Herren von Horneck. Nach dem Tode seiner Frau, im Jahre 1250, trat Konrad von Horneck mit seinen beiden Söhnen in den Deutschen Orden ein. Hierbei führte er die Burg und die dazugehörige Herrschaft dem Besitz des Ordens zu1. Neben der Pfarrei St. Georg gehörte auch der halbe Ort Gundelsheim dazu2, der 1374 von Kaiser Karl IV. zur Stadt erhoben wurde3und 1398 auch die Marktrechte erhielt. Der Besitz konnte in der Folgezeit auf die Dörfer Böttingen, Höchstberg und Tiefenbach, Teile der Dörfer Bernbronn und Heinsheim, wie auch die Gebiete um Seelbach erweitert werden, wo auch die Hohe Gerichtsbarkeit, wie in Gundelsheim, ausgeübt wurde4. Spätestens seit 1371 gehörte die Kommende zu den Kammergütern des Deutschmeisters5, der zwischen 1429 und 1443 hier ein Spital gründete6 und dessen Residenz sie 1438 wurde7. Nachdem es 1428 zur Gründung einer Gebetsbruderschaft an der Burgkapelle gekommen war und der Orden 1442 ein Hospital in Gundelsheim begründet hatte, wurde der Komtur 1483/84 zum Oberamtmann von Scheuerberg, das man vom Erzbistum Mainz ertauscht hatte. Dieses wurde 1499, wie auch die Kommende Hornburg, mit dem Deutschmeistertum vereinigt. Die Bauernaufstände führten im April 1525 zur Flucht des Deutschmeisters nach Heidelberg und am 5.Mai 1525 zur Niederbrennung der Burg. Nachdem der Orden dann wieder Herr der Lage war, wurden die aufständigen Bauern zu einer Strafzahlung von 1.000 Gulden verurteilt. Der Wiederaufbau dauerte von 1525 bis 1533. Bereits 1527 hatte der Deutschmeister, der nun Administrator des Hochmeistertums war, erneut Residenz in der Kommende genommen. Erst 1590 verlegte er seinen Sitz nach Mergentheim8. Während des Dreißigjährigen Krieges besetzten die Schweden die Kommende von 1631 bis 1634, doch gab es auch kaiserliche, bayerische und französische Besatzungen9. 1724 begann der Komtur mit einer barocken Umgestaltung der Kommende, die ab 1789 Sitz des Neckaroberamtes war10. Die Kommende beherbergte 1410/11 einen Konvent von vier Ritter- und fünf Priesterbrüdern11, so wie es auch 1451 noch war12.

 

II. Komture13

Konrad von Horneck (um 1258)

Werner von Horneck (um 1277)

Gerhard von Hirschberg (1282)

Engelhard Schenk von Limpurk (1294-1299)

Ludwig von Aub (1314)

Anselm von Urbach (1330)

Walter von Rees (1337)

Wilhelm von Kyrwiller (1342)

Albrecht von Neuenstein (1371)

Siegfried von Venningen (1376-1382)

Johann von Venningen (1393)

Friedrich von Ehrenberg (1394)

Ulrich Wambold von Umbstadt (1405)

Johann von Falkenstein (1409-1412)

Arnold von Hirschberg (1416-1418)

Hermann von Sachsenheim (1420-1423)

Arnold von Hirschberg (1424)

Johann von Nippenburg (1424-1434)

Burkard von Westerstetten (1439)

Stephan von Hoppingen (1441-1445)

Burkart von Westerstetten (1446)

Johann von Nippenburg (1449)

Melchior von Neuneck (1449-1450)

Konrad von Pach (1454)

Melchior von Neuneck (1455)

Konrad von Pach (1458-1459)

Michel von Bachhausen (1461)

Arnold von Seckendorf (1472-1475)

Hartmann von Stockheim (1488-1494)

Adolf von Thüngen (1498-1499)

Philipp von Helmstatt (1500)

Eberhard von Ehingen (1520)

Georg von Wallenrode (1521-1526)

Georg von Rodenstein (1526-1535)

Wilhelm Halber von Hergern (1535-1537)

Wolfgang von Rosenberg (1537-1540)

Balthasar von Nassau (1541-1543)

Hans Wilhelm Nothaft von Hohenberg (1543-1549)

Philipp von Altdorf gen. Wollschläger (1549-1554)

Hermann Sieberg zum Busch (1554-1556)

Volprecht von Schwalbach (1556-1558)

Philipp von Altdorf gen. Wollschläger (1548-1565)

Christoph von Dacheröden (1565-1573)

Johann Adolf Rau von Holzhausen (1573)

Johann Kuno von Hoheneck (1573-1586)

Hans Wolf von Preysing (1587-1589)

Hans Michael von Obentraut (1589)

Ernst von Buseck gen. Münch (1590-1593)

Hans Adam von Freiberg (1593-1594)

Hans Heinrich von und zu Rodenstein (1594-1599)

Herkules von Khunen auf Belasy (1599-1600)

Karl von Wolkenstein zu Trostburg (1601-1612)

Wilhelm Michael Schliderer von Lachen (1613-1620)

Georg Wilhelm von Elkershausen gen. Klüppel (1620-1621)

Ulrich von Wolkenstein zu Rodeneck (1622-1624)

Augustin Oswald von Liechtenstein-Karneid (1626-1635)

Johann Wolfgang von Bartenstein (1635)

Augustin Oswald von Liechtenstein-Karneid (1636-1642)

Franz Rudolf von Haunsberg (1642)

Johann Joachim von Eyb (1643-1649)

Johann Eglof von Westernach (1649-1653)

Johann Bernhard von Elkershausen gen. Klüppel (1653-1654)

Johann Jakob von Kaltental zu Altingen (1655-1657)

Johann Wilhelm von Zocha auf Waldt (1658-1666)

Nikolaus von Sparr zu Greifenberg (1667-1670)

Johann Adolf Rau von Holzhausen (1670-1673)

Heinrich Humprecht Truchseß von Rheinfelden (1674)

Anselm Kasimir Großschlag zu Dieburg (1675)

Adam Maximilian von Ow (1676-1681)

Philipp Benedikt von Forstmeister zu Gelnhausen (1682)

Damian Friedrich von Steinkallenfels (1684-1687)

Georg Eitel Rau von Holzhausen (1687-1691)

Johann Philipp von Hoheneck (1691-1703)

Karl Heinrich von Hornstein (1703-1705)

Georg Adolf Speth zu Schülzburg (1705)

Karl Philipp Waldecker von Kempt (1706-1710)

Georg Daniel von Butlar (1710-1718)

Karl Emmerich von Brietzke (1718-1724)

Johann Baptist Roll von Bernau (1724-1729)

Johann Christoph von Buseck (1729-1759)

Josef Marquard Maria Roth von Schreckenstein (1759-1784)

Wilhelm Kasimir von Redwitz (1784-1785)

Anselm Josef von Fugger-Kirchberg-Weißenhorn (1785-1793)

Karl Philipp Ernst von Nordeck zu Rabenau (1794-1805)

 

1 Alois Seiler, Triptychon zur Erinnerung an die Stiftung des Deutschordenshauses Horneck., in: Kreuz und Schwert, Mainau 1991, S. 113
2 Residenzen-Kommission Arbeitsstelle Kiel C5. Horneck
3 Dieter J. Weiss, Die Geschichte der Deutschordens-Ballei Franken im Mittelalter, Neustadt 1991, S. 132
4 Michael Diefenbacher, Territorienbildung des Deutschen Ordens am unteren Neckar, Marburg 1985, S. 27-28
5 Residenzen-Kommission Arbeitsstelle Kiel C5. Horneck
6 Michael Diefenbacher, Territorienbildung des Deutschen Ordens am unteren Neckar, Marburg 1985, S. 27
7 Michael Diefenbacher, Territorienbildung des Deutschen Ordens am unteren Neckar, Marburg 1985, S. 29
8 Residenzen-Kommission Arbeitsstelle Kiel C5. Horneck
9 Michael Diefenbacher, Territorienbildung des Deutschen Ordens am unteren Neckar, Marburg 1985, S. 29
10 Residenzen-Kommission Arbeitsstelle Kiel C5. Horneck
11 Marian Biskup, Visitationen im Deutschen Orden im Mittelalter. Teil I, Marburg 2002, S. 63
12 Kurt Forstreuter, Der Deutsche Orden am Mittelmeer, Bad Godesberg 1967, S. 214
13 Michael Diefenbacher, Territorienbildung des Deutschen Ordens am unteren Neckar, Marburg 1985, S. 471-473

 

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