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Kommende Mainz

 

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Kommende Mainz

Ballei Franken, Deutschmeister

Erzbistum Mainz

Land: Kurfürst-Erzbistum Mainz

 

I. Geschichte

Es war Kaiser Friedrich II., der dem Deutschen Orden 1218 die am Flachsmarkt gelegene Kirche Sancta Maria inter Iudaeos schenkte und ihn damit nach Mainz brachte. 1256 schenkten Werner von Bolanden und Philipp von Hohenfels dem Deutschen Orden dann die Pfarrkirche zu Udenheim, was der Kaiser ebenfalls bestätigte. Im gleichen Jahr folgten nicht nur weitere Schenkungen, zu denen auch ein Haus in Kastel gehörte, welchem schon im Folgejahr ein Praezeptor vorstand1. Seit 1212 im Besitz der Pfarrkirche von Wiesbaden und ab 1231 auch der Pfarrkirchen von Blessberg und Niederzeuzheim, intensivieren sich ab 1256 die Erwerbungen von Gütern und Höfen2. Bis 1287 wurden die Zehntrechte zu Frickhofen, Auenrode, Mühlbach, Heuchelheim, Niederzeuzheim, Thalheim, Hadamar und Hörbach erworben, wofür der Orden jedoch auf die Patronatsrechte der Filialkirchen in Driedorf, Emmerichenhain, Neukirch und Marienberg verzichten musste3. Um das Jahr 1270 siedelte die Kommende, welche dem Komtur in Sachsenhausen unterstand, nach Mainz um. Nun auch zunehmend Immobilien in der Stadt Mainz erwerbend, tauschte man 1313 mit dem Petersstift das Patronat der Kirche in Udenheim gegen die Marienkapelle in Mainz ein. Diese wurde kurz darauf abgerissen und durch eine gotische Elisabethkapelle ersetzt4, die dann auch erstmals im Jahre 1324 erwähnt wird5. Offensichtlich konnte die Kommende erst im 14. Jahrhundert ihre Abhängigkeit von der Kommende Sachsenhausen abschütteln6, wobei sie aber auch in der kommenden Zeit einen eher kleinen Kommendenkonvent beherbergte, welcher im Jahr 1410 aus zwei Priester- und einen Ritterbruder bestand7. Ursprünglich am nordöstlichen Stadtrand gelegen, verlegte der Hochmeister Franz Ludwig von Pfalz-Neuburg, welcher zugleich auch Kurfürst-Erzbischof von Mainz war, die Kommende an ihre heutige Stelle. Obwohl die Baupläne noch nicht vollendet waren, begann man mit den Bauarbeiten und legte am 13. April 1730 den Grundstein. Für den imposanten Residenzbau, welcher am 16. Januar 1732 bereits Richtfest feiern konnte8, stiftete das Mainzer Domkapitel Baumaterial im Wert von 10.826 Gulden9. 1737 wurde auch die Elisabethkapelle durch einen Neubau ersetzt10. Die Kommende ist heute der Sitz des Landtages von Rheinland-Pfalz.

 

 

II. Komture

Dietrich (1268, 1271)

Arnold (1277)

Hermann von Hohenlohe (1281)

Gottfried (1282)

Magister Petrus (1293)

Marquard von Preungsheim (1303)

Bruno (1306,1312)

Alexander von Schonenburg (1313)

Peter (1326)

Culman (1328)

Elgast von Bierstadt (1345)

Konrad von Frankfurt (1354)

Dietrich von Wittershausen (1420, 1428)

Wilhelm (1429)

Johann Friedberg (1433)

Dr. Johann von Montabaur (1437)

Eberhard von Nackenheim (1444)

Peter von Offenheim (1447)

Eberhard von Nackenheim (1449)

Nikolaus von Mühlhausen (1432, 1472, 1484)

Eberhard Cronberger (1500)

Kaspar Geiseler (1506, 1510, 1514, 1516)

Philipp von Hohenstein (1526)

Georg von Eltz (1528)

Wilhelm von Isenburg (1534, 1535)

Franz Wilhelm Adolf von Reifenberg (1662)

Johann Adam Rau von Holtzhausen (1697)

Philipp Erwein Anton Groschlag von Dieburg (1718)

Franz Sigmund Friedrich von Satzenhofen (1729, 1748)

Franz Sigmund Albert von Lehrbach (1769, 1782)

Karl Philipp Ferdinand von Franckenstein zu Ockstadt (1789)

Simon Johann Baptist von Andlau (1796)

Maximilian Friedrich von Merveld (1799)11

 

1 www.klosterlexikon-rlp.de/rheinhessen/mainz-deutschorden/ (16.03.2021)

2 Staatsarchiv Ludwigsburg, JL 425 Bd. 27 Qu. 11

3 Staatsarchiv Ludwigsburg, JL 425 Bd. 27 Qu. 12

4 www.klosterlexikon-rlp.de/rheinhessen/mainz-deutschorden/ (16.03.2021)

5 Staatsarchiv Ludwigsburg, JL 425 Bd. 27 Qu. 13

6 www.klosterlexikon-rlp.de/rheinhessen/mainz-deutschorden/ (16.03.2021)

7 Marian Biskup, Visitationen im Deutschen Orden im Mittelalter. Teil I, Marburg 2002, S. 63

8 www.klosterlexikon-rlp.de/rheinhessen/mainz-deutschorden/gebaeude (16.03.2021)

9 Staatsarchiv Ludwigsburg, JL 425 Bd. 27 Qu. 18

10 Staatsarchiv Ludwigsburg, JL 425 Bd. 27 Qu. 11 

11www.klosterlexikon-rlp.de/rheinhessen/mainz-deutschorden/mitglieder-und-komture (16.03.2021)

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