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Damian Hungs

Kommende Montfort

Kommende Montfort

Ballei Palästina

Bistum Akkon

Land: Königreich Jerusalem

 

Die Burg Montfort, auch Starkenberg genannt, war der Sitz des Hochmeisters1. Schon 1219 kaufte Herzog Leopold von Österreich bei Akkon einen Grund, welchen er dem Deutschen Orden übertrug2 und der 1220 durch einen Zukauf abgerundet wurde3, wobei es sich um die ehemalige Herrschaft des Joscelin von Courtenay handelte.Ab 1228/29 dürfte der Burgbau dann in seiner Hauptphase gestanden haben. Entsprechend gestattete der Vertrag von Jaffa 1229 nicht nur den Besitz der Burg, sondern Papst Gregor IX. gewährte zudem 1230 einen zehnjährigen Ablass zugunsten des Burgbaus. Die Bedeutung der um 1240 fertiggestellten Burg4 wurde bereits dadurch ersichtlich, dass ihr Kastellan nur durch ein Generalkapitel ein- oder abgesetzt werden konnte5. Ein solches Generalkapitel tagte bereits 1244 auf der Burg6. Im Verlauf des 13. Jahrhunderts trennte sich das Vermögen des Hochmeisters von dem des Konventes, der über eigene Einnahmen verfügte. Trotzdem blieb der Ordensschatz7 auf Montfort, solange die Burg genügend Sicherheit bot. Da der Hochmeister noch über keine eigene Kanzlei verfügte, wurden einzelne Konventsherren immer wieder zu Verwaltungsakten herangezogen8. Nachdem Sultan Baibars die Burg 1266 vergeblich belagert hatte, besaß sie immer noch 10 christliche Dörfer in der Umgebung, welche sie versorgten. 1271 belagerte Sultan Baibars die Burg erneut, wobei ihm diesmal das Schlagen einer Bresche begann. Nach 15 Tagen der Belagerung kapitulierten die Burgbewohner am 23. Juni1271. Wenn man auch alle Waffen und Wertgegenstände auf der Burg belassen musste, konnte man doch mit dem Ordensarchiv abziehen9.

 

 

 

1 Klaus Militzer Die Geschichte des Deutschen Ordens, Stuttgart 2005, S. 33

2 Marian Tumler, Der Deutsche Orden im Werden, Wachsen und Wirken bis 1400 mit einem Abriß der Geschichte des Ordens von 1400 bis zur neuesten Zeit, Wien 1955, S. 62

3 Gerard Müller, Jerusalem oder Akkon?, Bad Münstereifel 1988, S. 23

4 www.Land der Bibel/nordisrael/montfort/montfort.htm (land-der-bibel.de) (27.02.2022)

5 Marian Tumler, Der Deutsche Orden im Werden, Wachsen und Wirken bis 1400 mit einem Abriß der Geschichte des Ordens von 1400 bis zur neuesten Zeit, Wien 1955, S. 63

6 Hubert Houben, Teutonic Knights in Palestine, Armenian, and Cyprus, in: Alexander D Beihammer, Diplomatics in the Eastern. Aspects of Cross-CulturalCommunication, S. 144

7 Gemeint sind hier die Gelder des Ordens und auch alle Urkunden über wichtige Besitzungen.

8 Klaus Militzer Die Geschichte des Deutschen Ordens, Stuttgart 2005, S. 21

9 www.Land der Bibel/nordisrael/montfort/montfort.htm (land-der-bibel.de) (27.02.2022)

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