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Damian Hungs

Kommende Ober-Möllrich

KOMMENDE  OBER - MÖLLRICH

Ballei Hessen

Erzbistum Mainz

Land: Deutscher Orden

 

Am 1. November 1231 schenkte Landgraf Heinrich von Thüringen dem Deutschen Orden Güter in „Melriche“. Diese wurden 1234 durch weitere Güter erweitert, die der Orden vom Nonnenkloster Annaberg in Erbpacht nahm1. Erstmals 1255 mit einem Komtur belegt, erwarb die Kommende 1290 ein Haus in Fritzlar. Dieses wurde nicht nur 1305 zum Sitz eines Pflegeamtes, sondern ab 1310 auch Sitz des Komturs2, so dass die Kommende Ober-Möllrich faktisch verwaist war und 1305 auch letztmalig ein Komtur genannt wurde3. Die Kommende besaß die Hälfte des Dorfes, die andere Hälfte war im Besitz einer Lehensfamilie der Landgrafen von Hessen. Mit diesen kam es immer wieder zu Streitigkeiten, welche auch zur Exkommunikation der Lehensfamilie von Linne führte. Auch mit dem Stadtherrn des benachbarten Fritzlar, dem Kurfürst-Erzbistum Mainz, kam es zu verschiedenen Streitigkeiten, die jedoch 1341 durch ein Schiedsgericht ausgeräumt werden konnten. Zählte das Dorf 1585 noch 46 Haushalte, so dezimierte der Dreißigjährige Krieg es bis 1639 auf 14 Ehepaare, zwei Witwen, vier Pferde und vier Kühe4. Die Kommende wurde 1809 säkularisiert5.

 

1 http://www.fritzlar.de/tourismus/stadtteile/obermoellrich/obermoellrich.htm (23.12.2009)

2 Marian Tumler, Der Deutsche Orden im Werden, Wachsen und Wirken bis 1400 mit einem Abriß der Geschichte des Ordens von 1400 bis zur neuesten Zeit, Wien 1955, S. 143

3 http://www.domstadt-fritzlar.de/domstadt-fritzlar/gemeinden/obermoellrich.htm (12. Mai 2015)

4 http://de.wikipedia.org/wiki/Obermöllrich (23.12.2009)

5 Bernhard Demel, 1190-2010. 820 Jahre Deutscher Orden. Fünf Referate über eine lange Geschichte in Europa., Riedeldruck 2011, S. 38