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Kommende Trient

KOMMENDE  TRIENT

Ballei Etsch und im Gebirge

Bistum Trient

Land: Fürstbistum Trient

 

I. Geschichte

Im Jahre 1234 wurde in Trient das Augustinerchorherrenstift St. Anna, welches später auch den Namen Santa Maria Coronata trug, begründet. Bereits einige Jahre später mit den Stiften Pergine und San Sisino vereinigt, hatte es immer wieder unter den Kämpfen zwischen dem Bischof von Trient und dem Grafen von Tirol zu leiden. Schließlich war es so schwer in Mitleidenschaft gezogen, dass es keine Möglichkeit auf Fortbestand mehr gab. In diesem Zusammenhang bat Johannes, der Prior des Klosters, um eine Angliederung des Stiftes an den Deutschen Orden, welchem Bischof Heinrich von Trient, der selbst dem Deutschen Orden angehörte, zustimmte. So wurde das Stift am 27. April 1283 mit dem Deutschen Orden vereinigt1, und 1288 finden wir dann auch erstmals die Nennung eines Komturs2. 1410/11 zählte der Kommendenkonvent einen Ritter- und einen Priesterbruder3. Im 17. Jahrhundert in wirtschaftliche Not geraten, wurde die Kommende 1671/1673 aufgelöst4 und verkauft (1673)5.

 

II. Komture6

Konrad (erw. 1302)

Ekard (erw. 1423)

Erhard Mulek (erw. 1430)

Konrad Junge (erw. 1450)

 

1 Marian Tumler, Der Deutsche Orden im Werden, Wachsen und Wirken bis 1400 mit einem Abriß der Geschichte des Ordens von 1400 bis zur neuesten Zeit, Wien 1955, S. 88

2 Franz-Heinz van Hye, Die Ballei an der Etsch und die Landkommende Bozen., In: Der Deutsche Orden in Tirol., Bozen 1991, S. 333

3 Marian Biskup, Visitationen im Deutschen Orden im Mittelalter. Teil I, Marburg 2002, S. 64

4 Franz-Heinz van Hye, Auf den Spuren des Deutschen Ordens in Tirol, Bozen 1991, S. 322

5 Bernhard Demel, 1190-2010. 820 Jahre Deutscher Orden. Fünf Referate über eine lange Geschichte in Europa., Riedeldruck 2011, S. 129

6 Matthias Koch, Beiträge zur Geschichte des Deutschen Ordens in Tirol, O. O. 1849, S. 21