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Kommende Weinheim

KOMMENDE  WEINHEIM

Deutschmeister / Ballei Franken

Bistum Worms

Land: Kurpfalz

  

I. Geschichte

Als der spätere Hochmeister Gerhard von Hirschberg vor 1272 in den Deutschen Orden eintrat, übergab er seine Güter zu Weinheim dem Orden1. Diese befanden sich ursprünglich im Besitz der Kommende Sachsenhausen, doch finden wir bereits 1273 eine Kommende in Weinheim, für die 1277 auch ein Komtur bezeugt ist2. Nachdem die Brüder der Kommende, Kapellenhof genannt, 1308 gegen jährliche Zahlungen in das Bürgerrecht der Stadt aufgenommen wurden, errichtete man 1350 eine neue Kirche. Der Kommende gelang der Erwerb verschiedener Wälder und wenigstens zweier Höfe3. 1371 erwarb die Kommende ¼ des Dorfes Baiertal4. Die zur Ballei Franken gehörige Kommende wurde 1472 durch den Deutschmeister, Ulrich von Lentersheim, der Kommende Sachsenhausen inkorporiert5. 1532 durch den Kurfürsten Ottoheinrich von der Pfalz in den reformatorischen Auseinandersetzungen geplündert, finden wir sie ab 1589/90 wieder als eigenständige Kommende geführt. Wirtschaftlich im 17. Jahrhundert von ihren Erwirtschaftungen im „Mittelfeld“ der Kommenden der Ballei angesiedelt, besaß sie zwischen 500 und 650 Morgen Ackerland, wie auch Wiesen und Weingärten. Seit 1350 im Besitz der Pfarrei Hohensachsen, wurden ihre Pfarreien in Hilsbach und Weingarten 1397 der Kommende Horneck zugeschlagen. War 1710 noch ein neues Kommendengebäude errichtet worden, so übernahm das Hochmeisteramt ab 1797 die Verwaltung der Kommendengüter und vereinigte sie mit denen der Kommende Heidelberg. Das Großherzogtum Baden übernahm am 3. Dezember 1805 die Verwaltung der Kommende und säkularisierte sie am 6. Februar 1809 endgültig6.

 
1 Staatsarchiv Ludwigsburg, JL 425 Bd. 24 Qu. 40
2 Dieter J. Weiss, Die Geschichte der Deutschordens-Ballei Franken im Mittelalter, Neustadt 1991, S. 133
3 Staatsarchiv Ludwigsburg, JL 425 Bd. 24 Qu. 80
4 Staatsarchiv Ludwigsburg, JL 425 Bd. 24 Qu. 40
5 Dieter J. Weiss, Die Geschichte der Deutschordens-Ballei Franken im Mittelalter, Neustadt 1991, S. 133
6 http://www.kloester-bw.de/klostertexte.php?kreis=&bistum=&alle=1&ungeteilt=&art=&orden=Deutscher Orden&orte=&buchstabe=&nr=143&thema=Geschichte (15.12.2009)


 

Kommendenkirche Weinheim
Quelle: http://www.leo-bw.de/ (22.12.2014)Kommendenkirche Weinheim Quelle: http://www.leo-bw.de/ (22.12.2014)