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Kommende Winnenden

Kommende Winnenden

Ballei Franken

Bistum Konstanz

Land:

 

I. Geschichte

Zur Errichtung einer Kommende schenkten Berthold III. von Neuffen und seine Frau Richenza dem Deutschen Orden den Kirchensatz in Winnenden, Güter und Zinsen in Grombach, den Grombacher Wald, ihre Güter in Biberach, das Mesneramt der Pfarrei Winnenden und zwei Höfe vor den Mauern der Stadt. Dies geschah am 1. Mai 1288. Kurz darauf folgte eine Schenkung der Pfarrei und des Dorfes Michelwinnanden, über welche die Kommende 1290 in einen kurzen Streit geriet. Für dieses Jahr sind hier auch zwei Konventsherren belegt. Erhielt die Kommende in den 1290er Jahren auch noch einige Hufe Land durch verschiedene Stifter, wie auch das Dorf Schwaikheim durch die Kommende Heilbronn, so taucht es im 14. Jahrhundert ganz in die Dunkelheit ab. Die Kommende war wohl unmittelbar neben der Stadtpfarrkirche gelegen. Im Verlauf der Bauernaufstände gelangte das Kommendenarchiv in die Kommende Heilbronn, mit deren Zerstörung, im Jahre 1525, es verloren ging1. 1410/11 zählte die Kommende einen Konvent von zwei Priester- und einem Ritterbruder2 und wurde 1665 verkauft3.

 

II. Komture4

Heinrich von Bachenstein (1292)

Konrad von Rechberg (1419)

Werner von Neuhausen (1427)

Johann von Sachsenheim (1438)

Burkard von Wetterstetten (1444)

Friedrich von Neuhausen (1446)

Stephan von Hoppingen (1446-1448)

Georg von Wolmershausen (1475-1477)

Jörg Truchses von Waldeck (1481-1488)

Heinrich von Neuneck (1513)

Christoph von Dacheroden (1573-1587)5

Johann von Gleichen (1599?-1608)6

 
1 Dieter J. Weiss, Die Geschichte der Deutschordens-Ballei Franken im Mittelalter, Neustadt 1991, S. 106-107
2 Marian Biskup, Visitationen im Deutschen Orden im Mittelalter. Teil I, Marburg 2002, S. 63
3 Bernhard Demel, 1190-2010. 820 Jahre Deutscher Orden. Fünf Referate über eine lange Geschichte in Europa., Riedeldruck 2011, S. 129
4 Dieter J. Weiss, Die Geschichte der Deutschordens-Ballei Franken im Mittelalter, Neustadt 1991, S. 491-492
5 Jörg Seiler, Der Deutsche Orden in Frankfurt, Marburg 2003, S. 515
6 Jörg Seiler, Der Deutsche Orden in Frankfurt, Marburg 2003, S. 514