Kommende Amuda
Erzbistum Mamistra
Land: Königreich Kleinarmenien
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I Geschichte
Amouda war spätestens mit dem Beginn des Jahres 1212 im Besitz des Deutschen Ordens und wird von Wilbrand von Oldenburg, der sich gemeinsam mit Hermann von Salza und weiteren Gesandten auf dem Weg war, als Burg des Ordens erwähnt[1].
Im April 1212 bestätigte König Levon I. von Kleinarmenien dem Deutschen Orden die Burg Amouda sowie mehrere Dörfer, womit die Rechte zum abgabenfreien Kauf und Verkauf innerhalb des armenischen Königreiches verbunden verbunden waren[2].
Als Levon I. 1219 verstarb, kam es zu Auseinandersetzungen um die Herrschaft im Königreich. König Philipp, ein Sohn Bohemunds IV. von Antiochia und Ehemann von Levons Tochter Zabel, wurde 1224 abgesetzt. Anschließend wurde er nach Amouda gebracht und dort gefangen gehalten. Sein Vater erhielt die Nachricht, Philipp befinde sich auf Amouda, und zog daraufhin mit einem Heer nach Kilikien, doch Philipp starb noch während seiner Gefangenschaft[3].
Im August 1266 begann ein mamlukisches Heer unter dem Befehl al-Manṣūrs von Hama einen Feldzug gegen das Königreich Kleinarmenien und das armenische Heer wurde bei Marri geschlagen. Anschließend rückten die mamlukischen Truppen in das Innere des Königreiches vor, plünderten die Umgebung von Til Hamdoun und nahmen auf dem Weg nach Sis die Burg Amouda ein[4].
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[1] Paola Dessì, „Sounds, Chants and Discant in Wilbrand von Oldenburg’s Itnerarium: The Embassy in Cilicia, 1211–1212“, in: Plainsong and Medieval Music 34 (2025), S. 143
[2] Jochen Burgtorf, „Der antiochenische Erbfolgekrieg“, in: Ordines Militares. Colloquia Torunensia Historica 18 (2013), S. 90-91
[3] Jochen Burgtorf, „Der antiochenische Erbfolgekrieg“, in: Ordines Militares. Colloquia Torunensia Historica 18 (2013), S. 236-237
[4] Jochen Burgtorf, „Der antiochenische Erbfolgekrieg“, in: Ordines Militares. Colloquia Torunensia Historica 18 (2013), S. 141-142
