Kommende Elmsburg

Ballei Sachsen

Bistum Halberstadt

Land: Herzogtum Braunschweig-Lüneburg

.

I           Geschichte

Im Jahr 1221 übertrug Pfalzgraf Heinrich die westlich von Schöningen gelegene Elmsburg dem Deutschen Orden, der dort eine Kommende einrichtete[1]. Bereits 1225 wurde auf der Elmsburg ein Preceptor erwähnt. Im Jahr 1239 übergab Herzog Otto das Kind dem Deutschen Orden einen Wald neben der Burg und 1241 zusätzlich den zugehörigen Grund und Boden.

In den folgenden Jahrzehnten wurde der Besitz der Kommende weiter ausgebaut. Im Jahr 1252 erfolgte eine weitere Besitzübertragung durch Heinrich und Anno von Heimburg. Für das Jahr 1262 ist ein Komtur der Elmsburg urkundlich belegt[2].

In der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts wurde die Kommende nach Lucklum an den Rand des Elms verlegt. Dies könnte im Jahr 1260[3] oder nach 1264 geschehen sein.

Die Elmsburg blieb auch nach der Verlegung im Besitz des Deutschen Ordens und wurde von Lucklum aus mitverwaltet. Auf der Burg verblieb eine kleine Hauskommende, der bis 1318 ein eigener Komtur vorstand. Noch im Jahr 1318 verwendete der Komtur ein eigenes Siegel mit der Umschrift „s. commendature de Elmesbors“. Das Siegel zeigte das Brustbild eines Heiligen mit einer Palme.

Während seiner Auseinandersetzungen mit dem Erzbischof von Magdeburg versuchte Herzog Magnus der Ältere von Braunschweig, die gesamte Anlage am Elm in seinen Besitz zu bringen, und verpfändete sie an die Herren von Asseburg. Im Jahr 1364 erhielt der Deutsche Orden die Elmsburg einschließlich des zugehörigen Wirtschaftshofes zurück und verlehnte sie an die Familie von Ampleben. Im selben Jahr wurde die Elmsburg letztmals als Burg des Deutschen Ordens erwähnt[4].

.

[1] Agathe Palka, Burgen und Klöster zeugen von der Blütezeit des Elms, in: Vier Viertel Kult, 10. Jg., Nr. 41, Braunschweig 2021, S. 8

[2] Hans G. Boehm, Die Deutschordensballei Sachsen, Bad Mergentheim 2020, S. 10

[3] Agathe Palka, Burgen und Klöster zeugen von der Blütezeit des Elms, in: Vier Viertel Kult, 10. Jg., Nr. 41, Braunschweig 2021, S. 8

[4] Hans G. Boehm, Die Deutschordensballei Sachsen, Bad Mergentheim 2020, S. 10