Kommende Brindisi

Ballei Apulien

Erzbistum Brindisi

Land: Königreich Neapel

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I           Geschichte

Im Juni 1191 bestand in Brindisi bereits ein neu errichtetes deutsches Hospital. Sein Vorsteher Guinandus führte die Bezeichnung magister hospitalis Alamannorum und trat gemeinsam mit den vier Brüdern Membertus beziehungsweise Meinbertus, Elbertus, Ugo und Artimonus auf. Guinandus verpflichtete sich gegenüber dem Erzbischof Pietro von Brindisi und der Kirche von Brindisi zu Unterordnung und Ehrerbietung. Zugleich erhielt er die Erlaubnis, unmittelbar neben dem Haus eine Kirche zu Ehren der Jungfrau Maria zu errichten. Mit der Kirche war ein Friedhof verbunden. Der genaue Standort des Hospitals und der Kirche ist für das Jahr 1191 nicht überliefert.

Das Brindisiner Hospital war 1191 noch keine Kommende des Deutschen Ordens. Spätestens im 13. Jahrhundert gehörte die Niederlassung jedoch zum Deutschen Orden. Für das Jahr 1260 sind in Brindisi ausdrücklich ein Präzeptor und eine casa des Ordens belegt[1].

Im Februar 1206 erscheint die Brindisiner Niederlassung unter der Bezeichnung Santa Maria de Brundisio Teutonicorum. Die Kirche San Tommaso in Barletta stand zu dieser Zeit unter der obedientia von Santa Maria in Brindisi. Ein Bruder der Kirche San Tommaso nahm damals eine Landschenkung entgegen, wobei San Tommaso ausdrücklich als der Brindisiner Kirche Santa Maria unterstellt bezeichnet wurde[2].

Zum Besitz des Deutschen Ordens im Raum Brindisi gehörte zeitweise auch das Kastell Mesagne zwischen Brindisi und Oria, das bereits von Heinrich VI. an den Deutschen Orden gegeben worden war. Nach dem Tod Heinrichs VI. drangen Einwohner von Brindisi in das Kastell ein und plünderten es. Im Oktober 1220 überließ Friedrich II. dem Orden erneut das Kastell Mesagne sowie die am Hafen von Brindisi gelegene casa di Margarito. Im April 1221 wurden diese Besitzungen bestätigt. Im April 1229 gab der Orden das Kastell Mesagne und die casa di Margarito an Friedrich II. zurück, wofür er 6.400 sarazenische Bezanten erhielt[3].

Für Santa Maria ist 1260 ein Präzeptor belegt.

Die Lage von Santa Maria lässt sich für das Jahr 1277 genauer bestimmen. In diesem Jahr wurden am Kastell von Brindisi Umbauten vorgenommen. Für den äußeren Bereich des Kastells war ein weiteres Tor auf der Seite der domus S. Marie Theotonicorum nahe dem Haupttor vorgesehen. Die Niederlassung Santa Maria lag demnach westlich des Kastells.

Zwischen 1435 und 1440 lebten in der als capella bezeichneten Niederlassung zwei Ordensbrüder. Einer dieser beiden Brüder war wahrscheinlich Priester.

Am 3. Oktober 1466 ist Ludovicus Schenck als preceptor S. Marie Alamagnorum de Brundisio belegt. Bereits am 8. August 1467 gab es in Brindisi weder einen Präzeptor noch Brüder des Deutschen Ordens. Die zuvor dort lebenden Brüder waren zu diesem Zeitpunkt verstorben[4]. Ein Konvent bestand 1467 nicht mehr; die Kommende und die Kirche S. Maria Alamagnorum wurden durch einen Prokurator verwaltet[5].

Nach dem Ende der personellen Besetzung blieben noch bauliche Reste von Santa Maria erhalten[6]. Giovanni Maria Moricino erinnerte sich später daran, in seiner Kindheit noch Überreste von Santa Maria degli Alemanni gesehen zu haben. Im Jahr 1604 wurde der ehemalige Standort am Anfang des großen Platzes beim Kastell und auf der erhöhten Seite zum Hafen angegeben[7].

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II         Komture

Bruno (erw. 1234)[8]

Konrad Turckeln (erw. 1433-1437)[9]

Ortolfus von Zogenreuth (n. 1436)[10]

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[1] Klemens Wieser, Gli inizi dell’Ordine Teutonico in Puglia, in: Archivio Storico Pugliese 26, Bari 1973, S. 475-477

[2] Klemens Wieser, Gli inizi dell’Ordine Teutonico in Puglia, in: Archivio Storico Pugliese 26, Bari 1973, S. 480

[3] Klemens Wieser, Gli inizi dell’Ordine Teutonico in Puglia, in: Archivio Storico Pugliese 26, Bari 1973, S. 485

[4] Hubert Houben, Il castello di Brindisi nell’età di Federico II e di Carlo I d’Angiò, in: Archivio Storico Pugliese, Bari 1998, S. 72-43

[5] Kurt Forstreuter, Der Deutsche Orden am Mittelmeer, Bad Godesberg 1967, S. 127

[6] Hubert Houben, Il castello di Brindisi nell’età di Federico II e di Carlo I d’Angiò, in: Archivio Storico Pugliese, Bari 1998, S. 73

[7] Klemens Wieser, Gli inizi dell’Ordine Teutonico in Puglia, in: Archivio Storico Pugliese 26, Bari 1973, S. 476

[8] Kurt Forstreuter, Der Deutsche Orden am Mittelmeer, Bad Godesberg 1967, S. 134

[9] Marian Biskup, Visitationen im Deutschen Orden im Mittelalter. Teil I, Marburg 2002, S. 474-478

[10]Kristjan Toomaspoeg, Die Behauptung des Deutschen Ordens in Italien, in: Herrschaft, Netzwerke und Brüder des Deutschen Ordens in Mittelalter und Neuzeit, Weimar 2012, S. 143