Erzbistum Bari
Land: Königreich Neapel
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I Geschichte
Die Kommende Mesagne begegnet in der mittelalterlichen Überlieferung auch unter den Bezeichnungen Castrum Mezzanium und Castrum Messanei. Der Beginn des Besitzes in Mesagne reicht in die Regierungszeit Kaiser Heinrichs VI. zurück, der das Castrum dem Deutschen Orden schenkte[1]. Es lag an der Via Appia zwischen Oria und Brindisi[2] und der Otden richtete hier sogleich eine Kommende ein[3].
Nachdem in der frühen Besitzjahren die Einwohner von Brindisi in die Burg eindrangen und sie plünderten, bestätigte Friedrich II. im Oktober 1220 dem Deutschen Orden den Besitz mit allen zugehörigen Pertinenzen sowie des Hauses des Margarito am Hafen von Brindisi. Im April 1221 bestätigte Friedrich II. diese Besitzungen erneut[4].
Spätestens für den 5. Mai 1222 ist in Mesagne ausdrücklich ein Deutschordenshaus mit einem Komtur belegt. An diesem Tag stellte der Richter Paganus eine Tauschurkunde aus. Paganus tauschte mit dem Komtur des Deutschordenshauses von Mesagne einen Garten gegen mehrere Weinfelder[5].
Für das Jahr 1223 ist Terrisius Fasolt als Deutschordensbruder und Kastellan von Mesagne belegt. Seine Tätigkeit in diesem Amt ist für den Zeitraum vom 29. Juni bis zum 5. Oktober 1223 nachweisbar.
Der erste Beleg steht im Zusammenhang mit einer Schenkung zweier Bewohner von Mesagne. Im zweite Beleg tritt Terrisius Fasolt als Käufer zweier Weingärten bei San Leucio in Brindisi auf[6].
Im April 1229 gab der Deutsche Orden in Akkon das Castrum Mesagne und das Haus des Margarito in Brindisi an Friedrich II. zurück, wofür er als Gegenleistung 6.400 Byzantiner erhielt[7].
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[1] Klemens Wieser, Gli inizi dell’Ordine Teutonico in Puglia, in: Archivio Storico Pugliese 26, Bari 1973, S. 485
[2] Hubert Houben, Friedrich II., der Deutsche Orden und die Burgen im Königreich Sizilien. Eine unbekannte Urkunde Honorius’ III. von 1223, in: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters 56, Köln 2000, S. 587
[3] Hans Eberhard Mayer, Die Register der Secrète des Königreichs Jerusalem, in: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters 57, Köln 2001, S. 167
[4] Klemens Wieser, Gli inizi dell’Ordine Teutonico in Puglia, in: Archivio Storico Pugliese 26, Bari 1973, S. 485
[5] Christian Friedl, Studien zur Beamtenschaft Kaiser Friedrichs II. im Königreich Sizilien (1220–1250), Wien 2005, S. 371
[6] Christian Friedl, Studien zur Beamtenschaft Kaiser Friedrichs II. im Königreich Sizilien (1220–1250), Wien 2005, S. 367
[7] Hans Eberhard Mayer, Die Register der Secrète des Königreichs Jerusalem, in: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters 57, Köln 2001, S. 167
