Kommende Corleone
Erzbistum Monreale
Land: Königreich Sizilien
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I Geschichte
Die Kommende des Deutschen Ordens in Corleone entstand aus Besitzungen, die ursprünglich zum Hospital San Giovanni dei Lebbrosi in Palermo gehörten. Zu diesen Gütern zählten bereits im 12. Jahrhundert Besitzungen im Gebiet von Corleone. Mit der Übertragung des Hospitals an den Deutschen Orden und der Bestätigung seines Besitzes durch Friedrich II. in den Jahren 1219 und 1220 gingen auch diese Güter an den Orden über. Aus diesem Besitz entwickelte sich die Kommende in Corleone.
Zum Besitz der Kommende gehörten die Elisabethkirche in Corleone, dreiundzwanzig Häuser, drei Mühlen und ein Landgut. Außerdem besaß sie Ackerland, Weideflächen, Weinberge sowie weitere Grundstücke und Nutzungsrechte wie auch das Gut Haiarzineto. Die Bewirtschaftung der Besitzungen erfolgte überwiegend durch Pächter. Die Einkünfte stammten aus der Verpachtung der Häuser und Ländereien, den Erträgen der drei Mühlen sowie aus Geld- und Naturalabgaben. Die Verwaltung des Besitzes erfolgte von Corleone aus.
Die Visitation der sizilianischen Kommenden aus den Jahren 1435/1440 nennt für Corleone keinen Konvent mehr.
Im Jahr 1478 verpachtete die Magione in Palermo das zur Kommende gehörende Landgut bei Corleone für neunundzwanzig Jahre an Giovanni Canino aus Corleone. Der Pächter verpflichtete sich zur Wiederherstellung der Kirche Sant’Elisabetta sowie zu ihrer Ausmalung mit Darstellungen der heiligen Elisabeth, des gekreuzigten Christus und der Jungfrau Maria.
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– Quellen und Literatur –
Forstreuter, Kurt: Der Deutsche Orden am Mittelmeer, Bad Godesberg 1967
Tumler, Marian: Der Deutsche Orden im Werden, Wachsen und Wirken bis 1400. Wien 1955.
