Kommende Goslar

Ballei Sachsen

Bistum Hildesheim

Land: Reichsstadt Goslar

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I           Geschichte

Im Jahr 1227 schenkte der Goslarer Reichsvogt Giselbert dem Deutschen Orden ein von ihm gestiftetes Armenhospital. Es lag an der Königsbrücke am nördlichen Abschluss des Pfalzbezirks[1]. Die Ausstattung des Hospitals wurde am 26. August 1227 während eines Aufenthalts Heinrichs VII. in Goslar bestätigt und am 29. August 1227 überließ Heinrich VII. dem Deutschen Orden außerdem die von seinen Vorgängern gestiftete Heiliggeistkapelle am Goslarer pons regis[2].

1254 wurde in unmittelbarer Nähe ein städtisches Hospital gegründet[3], welches das Martinsspital wirtschaftlich stark schwächte und dazu beitrug, dass sich der Schwerpunkt der Kommende zunehmend nach Weddingen verlagerte[4].

Die Stiftung von 1227 wurde 1280 und 1294 als „Altes Spital“ bezeichnet, erwarb der Orden ab 1287 Güter in Weddingen. Zu diesem Besitz gehörte auch das Kirchenpatronat. Für einen weiteren Ausbau des Besitzes in Weddingen wurde Ordensbesitz innerhalb Goslars abgegeben.

Nachdem 1292 der erste Komtur genannt wurde, bezeichnete er sich 1293 als Komtur ‚domus Theutonica intra muros et extra‘[5].

Im Laufe des 14. Jahrhunderts wurde die Kommende nach Weddingen verlegt, wurde die Kommende 1399 von Beginen bewohnt, die auch das Hospital betreuten[6]. 1501 wurden Kommendengebäude und Kapelle an die Familie von Schwiecheldt und 1546 das Hospital 1546 an die Stadt Goslar verkauft[7].

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[1] Eike Wolgast u. a., Die evangelischen Kirchenordnungen des XVI. Jahrhunderts, Bd. 7: Niedersachsen, 2. Hälfte, 2. Halbband, 2. Teil: Grafschaft Schaumburg, Goslar, Bremen, Tübingen 2016, S. 180

[2] Dieter Wojtecki, Der Deutsche Orden unter Friedrich II., in: Probleme um Friedrich II., Sigmaringen 1974, S. 204

[3] Eike Wolgast u. a., Die evangelischen Kirchenordnungen des XVI. Jahrhunderts, Bd. 7: Niedersachsen, 2. Hälfte, 2. Halbband, 2. Teil: Grafschaft Schaumburg, Goslar, Bremen, Tübingen 2016, S. 180-181

[4] Deutschordensballei Sachsen, Bad Mergentheim 2000, S. 23

[5] Dieter Wojtecki, Der Deutsche Orden unter Friedrich II., in: Probleme um Friedrich II., Sigmaringen 1974, S. 204

[6] Eike Wolgast u. a., Die evangelischen Kirchenordnungen des XVI. Jahrhunderts, Bd. 7: Niedersachsen, 2. Hälfte, 2. Halbband, 2. Teil: Grafschaft Schaumburg, Goslar, Bremen, Tübingen 2016, S. 181

[7] Deutschordensballei Sachsen, Bad Mergentheim 2000, S. 23