Kommende Kujawien

Landmeistertum Preußen

Bistum Wlooclawek (auch Kujawien genannt)

Land: Deutscher Orden

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I           Geschichte

Die Deutschordenskommende Kujawien hatte ihren Sitz in Brest (poln. Brześć Kujawski). Sie entstand nach der Eroberung Kujawiens durch den Deutschen Orden im Jahr 1332 und bestand bis zur Rückgabe des Landes an das Königreich Polen im Frieden von Kalisch 1343. Ihre Geschichte umfasst damit lediglich etwa elf Jahre.

Brest gehörte seit dem 13. Jahrhundert zu den bedeutendsten Herrschaftszentren Kujawiens. Die Stadt war Hauptort des Herzogtums Brześć Kujawski und verfügte über eine befestigte Burg. Im April 1332 wurde Brest nach einer Belagerung durch ein Ordensheer eingenommen. Wenige Tage später fiel auch Inowrocław; bis Juli 1332 stand ganz Kujawien unter der Herrschaft des Ordens.

Nach der Eroberung richtete der Orden in Brest eine Kommende ein. Sie bildete den Verwaltungsmittelpunkt der Ordensherrschaft in Kujawien. In den zeitgenössischen Quellen erscheint sie sowohl unter der Bezeichnung Brest als auch als Kujawien. Der Sitz der Kommende befand sich auf der Burg Brest.

Mit dem Frieden von Kalisch 1343 gab der Orden Kujawien an den polnischen König Kasimir III. zurück. Damit endete zugleich die Geschichte der Kommende Kujawien. Brest wurde wieder Teil des Königreichs Polen und blieb in den folgenden Jahrhunderten Verwaltungszentrum der Woiwodschaft Brześć Kujawski.

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II         Komture

Ludolf (Komtur zu Orlow, 30. November 1257)

Albert (Komtur zu Orlow, 27. April 1292)

Arnold Kropf (Komtur zu Morin, 23. April 1293)

Johann von Alvensleben gen. Sachse (Komtur zu Brest, 9. April 1301)

Bertold von Ende (Komtur zu Brest, Mai – 28. September 1339)

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– Quellen und Literatur –

Biskup, Marian: Wojny Polski z Zakonem Krzyżackim (1308–1521)., Gdańsk 1993.

Heckmann, Dieter: Amtsträger des Deutschen Ordens in Preußen und in den Kammerballeien des Reiches (oberste Gebietiger, Komture, Hauskomture, Kumpane, Vögte, Pfleger, Großschäffer)., Werder 2014.

Perlbach, Max: Preußisches Urkundenbuch. Politische Abteilung. Bd. 1., Königsberg 1882.

Strehlke, Ernst: Scriptores Rerum Prussicarum. Die Geschichtsquellen der preußischen Vorzeit bis zum Untergange der Ordensherrschaft. 5 Bände, Leipzig 1861–1874.