Kommende Luxemburg
Erzbistum Trier
Land: Luxemburg
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I. Geschichte
Die Kommende Luxemburg ging aus einem Hospital hervor, das dem Deutschen Orden im Jahr 1221 geschenkt wurde. Das Hospital lag am rechten Ufer der Petruss gegenüber der Ulrichskirche. Zu der Niederlassung gehörten außerdem die Elisabethkirche sowie das St.-Elisabeth-Haus in der Ulrichgasse.
Der früheste bekannte Vorsteher der Kommende ist Bruder Walterus. Im Jahr 1287 siegelte er als „frater Walterus … presbyter et provisor“ für das Haus. Er erscheint damit zugleich als Priester und Verwalter der Niederlassung.
1317 verlieh Graf Johann von Luxemburg dem Deutschordenshaus das Recht, in seinen Wäldern Holz zu schlagen. Dieses Recht gehört zu den frühesten konkret überlieferten Nutzungsrechten der Kommende.
Zum Besitz der Niederlassung gehörten nicht nur die Gebäude in Luxemburg-Stadt. Mit ihr verbunden waren auch der Deutschritterhof in Steinsel sowie ein Deutschherrenhof bei Kahlscheuer nahe Kopstal. Die Besitzungen der Kommende reichten damit über die Stadt hinaus in ihr Umland.
1451 lebte in Luxemburg nur noch ein Ordensbruder. Möglicherweise handelte es sich um einen Priesterbruder. In den Visitationsberichten wurde Luxemburg als „Kapelle“ bezeichnet.
Ein besonders wichtiger Einblick in die wirtschaftlichen Verhältnisse der Kommende bietet das Zionsregister von 1457/58. Das zwölf Seiten umfassende Register verzeichnete die jährlichen Renten und Zinseinnahmen des Hauses. Es nennt zahlreiche Personen, Grundstücke und Rechtsverhältnisse, die mit den Besitzungen der Kommende verbunden waren. Das St.-Elisabeth-Haus erscheint darin als Mittelpunkt dieses Besitzkomplexes.
Nach dem Tod des Statthalters Peter Ernst von Mansfeld im Jahr 1604 erwarb der Deutsche Orden die ehemalige Brauerei und die Conciergerie seines Besitzes in Clausen. Auf diesem Gelände entstand die spätere Komturei.
Nach dem Frieden von Münster gelangte Luxemburg unter die Herrschaft des französischen Königs. Im Dezember 1672 übertrug Ludwig XIV. die Kommende Luxemburg an den Lazarusorden. Damit endete die mehr als viereinhalb Jahrhunderte währende Zugehörigkeit der Kommende zum Deutschen Orden.
Auch danach blieb der Besitzkomplex bestehen. Im Jahr 1795 wurde sein Grundwert mit 79.124 Gulden angegeben.
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II. Komture
Johann Gruwel (1419)
Sigismund von Gondelsheim (?-1529)
Johann Florentin Tyrion (1561-1584)
Jodocus Caperius
Florentin (bis 1601)
Nikolaus Stuol (1601-1632)
Johann Heuart (-1652)
Lothar von der Horst (1720-?)
Johann Hermann von Zievel (1728-1762)
Friedrich Melchior von Hoensbroech (1763-1770)
Joseph Leopold Zweyer von Evenbach (1775)
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– Quellen und Literatur –
Fendler, Rudolf: Die Kammerkommende des Deutschen Ordens in Weissenburg im Elsass, Marburg 1995
Forstreuter, Kurt: Der Deutsche Orden am Mittelmeer, Bad Godesberg 1967
Militzer, Klaus: Die Geschichte des Deutschen Ordens, Stuttgart 2005
Militzer, Klaus: Die Entstehung der Deutschordensballeien im Deutschen Reich, Bad Godesberg 1970
Schmidt, Rüdiger: Die Deutschordenskommenden Trier und Beckingen. 1242-1794., Marburg 1979
www.industrie.lu/DeutscherOrden (23.06.2026)
https://orbilu.uni.lu/handle/10993/43803 (23.06.2026)
