Kommende Möttling

Ballei Österreich

Patriarchat Aquileja

Land: Herzogtum Krain

I           Geschichte

Der Deutsche Orden ist in Möttling seit 1268 urkundlich nachweisbar. Die dortigen Besitzungen standen zunächst unter der Verwaltung der Kommende Laibach. Im Verlauf des 14. Jahrhunderts wurde Möttling zu einer selbständigen Kommende.

Die Entwicklung der Kommende stand in engem Zusammenhang mit den Deutschordensbesitzungen der Region. Der Verwaltungsmittelpunkt dieser Besitzungen befand sich zunächst in Tschernembl. Gegen Ende des 14. Jahrhunderts wurde der Sitz der Verwaltung nach Möttling verlegt. Von dort aus wurden die Ordensgüter verwaltet.

Die Kommende war mit der Burg beziehungsweise dem späteren Schloss Möttling verbunden, das das historische Zentrum des Ortes bildete.

Die Kommende bestand während des gesamten Spätmittelalters und der Neuzeit fort. Auch nach den Umwälzungen zu Beginn des 19. Jahrhunderts blieb sie im Besitz des Deutschen Ordens.

Erst mit dem Ende der Habsburgermonarchie im Jahr 1918 hörte die Kommende als Ordensniederlassung auf zu bestehen. Die Ordensgüter gingen anschließend an den neuen Staat der Serben, Kroaten und Slowenen über.

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– Quellen und Literatur –

Demel, Bernhard: Der Deutsche Orden in Osterreich; in: Pfarrblatt Dompfarre St. Stephan, Wien 2005

Flachenecker, Helmut (Hrsg.): Aktionen, Reaktionen und Wandlungsfähigkeiten von Balleien in Mittelalter und Neuzeit. Quellen und Studien zur Geschichte des Deutschen Ordens, Bd. 76, Weimar 2018.

Schretzmayr, Markus: „Die pastorale Tätigkeit des Deutschen Ordens in Österreich“, in: Ordines Militares. Colloquia Torunensia Historica, Bd. 24, 2019, S. 155–184.

Steiermärkisches Landesarchiv (Hrsg.): Mitteilungen des Steiermärkischen Landesarchivs, Graz.