Ballei Palestina

Bistum Tripolis

Land: Grafschaft Tripolis

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I           Geschichte

Die Kommende des Deutschen Ordens in Sidon geht auf eine Schenkung des Herrn von Sidon, Balian Grenier, vom 11. Februar 1228 zurück. Mit dieser Urkunde erhielt der Orden Besitz innerhalb und außerhalb der Stadt Sidon. Zu den ausdrücklich genannten Gütern gehörten der sogenannte Garten der Gräfin vor den Toren der Stadt, ein Weinberg sowie ein als terra coci bezeichnetes Stück Ackerland im Umfang eines Pfluglandes. Die Urkunde beschreibt die Grenzen dieser Grundstücke anhand von Straßen, Wegen, Gärten, Olivenpflanzungen und Feldern. Ebenfalls Bestandteil der Schenkung war die große Mahumeria innerhalb der Stadt Sidon. Sie lag zwischen zwei Stadttoren an der Straße nach Tyrus. Das Gebäude hatte vor der Eroberung Sidons durch Saladin der Abtei Josaphat gehört und gelangte 1228 in den Besitz des Deutschen Ordens.

Ein später angelegtes Besitzverzeichnis des Ordens nennt diese Güter erneut. Darüber hinaus verzeichnet es den Ankauf eines kleinen zusätzlichen Grundstücks in dem dem Orden gehörenden Weinberg. Dieses Stück Land wurde für 40 Besanten erworben und dem bereits vorhandenen Weinbergsbesitz hinzugefügt.

Im Jahr 1253 ist erstmals ein Haus des Deutschen Ordens in Sidon urkundlich bezeugt.

In den Jahren 1256 bis 1260 wird die Kommende im Zusammenhang mit mehreren Urkunden über Besitzübertragungen im Herrschaftsgebiet von Sidon erneut fassbar. Während dieser Zeit wurden von der Niederlassung aus die Rechtsgeschäfte über die im Schuf und in den angrenzenden Gebieten erworbenen Besitzungen begleitet.

Im August 1260 verkaufte Julian Grenier die Herrschaft Sidon an den Templerorden. Die Kommende bestand zunächst weiter. Im Zusammenhang mit der Einnahme Sidons durch die Mamluken und dem anschließenden Verlust der Besitzungen des Deutschen Ordens im Herrschaftsgebiet von Sidon endete auch die Geschichte der Kommende.

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– Quellen und Literatur –

Tumler, Marian: Der Deutsche Orden im Werden, Wachsen und Wirken bis 1400, Wien 1955.

Runciman, Steven: Geschichte der Kreuzzüge, München 2019.

Strehlke, Ernst: Tabulae Ordinis Theutonici, Berlin 1869.