Ballei Palestina

Bistum Akkon

Land: Königreich Jerusalem

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I           Geschichte

Im April 1195 schenkte König Heinrich von Champagne dem Deutschen Orden in Tyrus das Haus des Theodor von Sarepta mit den dazugehörigen Nebengebäuden und Gärten. Außerdem erhielt der Orden zwei Hufen Land bei Sedinum nördlich von Tyrus. Diese Schenkung gehört zu den frühesten nachweisbaren Besitzübertragungen an den Deutschen Orden im Königreich Jerusalem.

Die Schenkung des Hauses blieb zunächst nicht unangefochten. Im August 1200 zahlte der Deutsche Orden den Söhnen des Theodor von Sarepta 200 Besanten und erwarb das Haus damit endgültig. Dadurch ging der Besitz rechtskräftig auf den Orden über.

Für das Jahr 1237 ist weiterer Landbesitz des Deutschen Ordens im Gebiet von Tyrus belegt. Der Orden besaß ein Viertel des Dorfes Cabesie (heute al-Ghabasiya). Dieser Besitz gehörte zu den Gütern der Kommende Tyrus und ergänzte die bereits vorhandenen städtischen und ländlichen Besitzungen.

Neben dem Stadthaus verfügte der Orden damit über Grundbesitz außerhalb der Stadt. Die Quellen nennen hierfür die Ländereien bei Sedinum sowie den Anteil am Dorf Cabesie.

Im Jahr 1291 fiel Tyrus an die Mamluken. Mit dem Verlust der Stadt endete auch die Geschichte des Deutschen Ordens in Tyrus.

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– Quellen und Literatur –

Strehlke, Ernst (Hrsg.): Tabulae Ordinis Theutonici, Berlin 1869.

Forstreuter, Kurt: Der Deutsche Orden am Mittelmeer, Bonn 1967.

Morton, Nicholas: The Teutonic Knights in the Holy Land 1190–1291, Woodbridge 2009.

Runciman, Steven: Geschichte der Kreuzzüge, München 2019.

Tumler, Marian: Der Deutsche Orden im Werden, Wachsen und Wirken bis 1400., Wien 1955.