Kommende Harunia
Bistum
Land: Königreich Kleinarmenien
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I Geschichte
Am 22. Januar 1236 schenkten der armenische König Hethum I. und Königin Isabella (Zabel) dem Deutschen Orden die Stadt Harunia (Haronie). Die Schenkung erfolgte an den Hochmeister Hermann von Salza und den in der Urkunde genannten Komtur Luitold (Littold). Zum übertragenen Besitz gehörten die Mühlen der Stadt, drei Abteien, sechs als casalia bezeichnete Dörfer sowie vierzehn weitere Ortschaften mit den dazugehörigen Ländereien, Rechten und Einkünften.
Harunia lag im Amanusgebirge auf einem felsigen Bergsporn oberhalb des heutigen Düziçi. Die Niederlassung umfasste die befestigte Stadt mit ihrer Burg sowie den zugehörigen Herrschaftsbezirk. Aus dem Jahr 1244 ist eine heute verlorengegangene Bauinschrift überliefert, die den Ordensbruder Rudolf als Erbauer eines Turmes der Burg nennt und damit Bauarbeiten des Ordens in Harunia belegt.
Gegen Ende des 13. Jahrhunderts ging Harunia verloren.
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– Quellen und Literatur –
Forstreuter, Kurt: Der Deutsche Orden am Mittelmeer, Bonn 1967.
Morton, Nicholas: The Teutonic Knights in the Holy Land 1190–1291, Woodbridge 2009.
Radt, Timm: „Burgen des Deutschen Ordens im Armenischen Königreich Kilikien“, in: Biller, Thomas (Hrsg): Montfort und der frühe Burgenbau des Deutschen Ordens, Petersberg 2015,
Strehlke, Ernst: Tabulae Ordinis Theutonici ex tabularii regii Berolinensis codice potissimum, Berlin 1869.
