Kommende Leal
Bistum Ösel-Wiek
Land: Fürstbistum Ösel-Wiek
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I Geschichte
Der Ursprung der Kommende Leal (heute Lihula in Estland) steht im Zusammenhang mit der Neuordnung der Ordensherrschaft nach der Eingliederung der Schwertbrüder in den Deutschen Orden im Jahr 1237. Ab 1238 entstand unter der Herrschaft des Bischofs von Ösel-Wiek und des Livländischen Ordens eine steinerne Burg in Leal. Um die Grenze zu den dänischen Besitzungen in Nordestland zu sichern, wurde 1241 ein Komtur für Wiek eingesetzt. Dieser nahm später mit seinem Konvent seinen Sitz auf der Burg Leal, die damit zum Sitz einer Kommende wurde.
Die Burg befand sich nicht ausschließlich im Besitz des Deutschen Ordens. Auch der Bischof von Ösel-Wiek erhob Ansprüche auf die Anlage, sodass es über längere Zeit zu einer geteilten Herrschaft kam. Beide Herrschaftsträger verfügten über Rechte an der Burg und den zugehörigen Besitzungen. Von 1234 bis 1251 diente Leal zudem als Residenz des Bischofs von Ösel-Wiek, weshalb das Bistum in zeitgenössischen Quellen teilweise auch als Bistum Leal bezeichnet wurde. Anschließend wurde der Bischofssitz nach Perona verlegt.
Die Kommende bestand bis 1477 auf der Burg Leal; anschließend wurde ihr Sitz nach Neu-Pernau verlegt. Ein Grund für diese Verlegung ist bislang nicht nachgewiesen.
Im Jahr 1298 wurde die Burg während innerlivländischer Auseinandersetzungen beschädigt, anschließend jedoch wieder instandgesetzt. Mit dem Livländischen Krieg verlor die Kommende ihre Funktion. Die Burg wurde 1560 zerstört und verfiel in den folgenden Jahrhunderten. Die Ruine diente später teilweise als Steinbruch. Erhalten sind heute die Reste der mittelalterlichen Burganlage.
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II Komture
Robert (1241)
Konrad von Oldenburg (1307)
Reiner Mom (1328)
Heinrich von Hannover (1347)
Hugo von der See (1368)
Goswin von Velmede (vor 1424)
Frank Kirskorf (1424-1427)
Heidenreich Vincke von Overberg (1427-1432)
Heinrich von der Vaerst (1436-1451)
Heinrich Schleier (1471)
Konrad von Vietinghoff (1471 und 1474-1477)
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– Quellen und Literatur –
Arnold, Udo (Hg.): Die Hochmeister des Deutschen Ordens 1190–2012, Weimar 2014
Bunge, Friedrich Georg von: Das Herzogthum Estland unter den Königen von Dänemark. Eine historische Untersuchung, Reval 1877
Militzer, Klaus: Die Geschichte des Deutschen Ordens., Stuttgart 2005
Tumler, Marian: Der Deutsche Orden im Werden, Wachsen und Wirken bis 1400, Wien 1955
