Kommende Basel
Bistum Basel
Land: Fürstbistum Basel, Eidgenossenschaft (1499/1501)
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I. Geschichte
Am 16. November 1268 erwarb die Kommende Beuggen in Basel einen beim Kunotor gelegene Hofstatt, dessen Gesinde 1282 endgültig in den Besitz der genannten Kommende überging. Die Kommende Basel entstand wohl in dieser Zeit und pachtete weitere Gründstücke an der Ulrichgasse, wo sie noch vor 1286 eine Kapelle errichtete und sie am 19. Dezember 1286 dieses und weitere Grundstücke kaufen konnte[1]. Die Kapelle, welche drei Altäre besaß[2], wurde zum Streitpunkt mit der Pfarrei, hierdurch ihre Rechte gefährdet sah. Ein Schiedsspruch, wie auch die einmalige Zahlung von 25 Mark Silber, bestätigte die Kommende jedoch in ihren Rechten. Seit etwa 1300 mit einem eigenen Friedhof ausgestattet[3], war die Kapelle der heiligen Elisabeth und der heiligen Katharina von Alexandrien geweiht. Im 13. Jahrhundert gewöhnlich mit zwei bis drei Ordensbrüdern besetzt, unterstand sie der Kommende Beuggen und wurde durch einen Vizekomtur geleitet. 1393 sogar ohne Konvent und durch zwei Verwalter geleitet[4], besaß die Kommende in diesem Jahr unter anderem das Dorf Fischingen mit Gerichtsrechten und Waldungen, wie auch verschiedene Zinsen und Abgaben im Gebiet in Groß- und Kleinbasel und Dörfern der Markgrafschaft Baden und im Oberelsass. Nachdem sie das Erdbeben von 1356 überstanden hatte[5], lebten 1414 in ihr zwei Ordensbrüder und drei Bedienstete[6].Im Stadtbrannt vom 5. Juli 1417 ein opfer der Flammen geworden, muss der Wiederaufbau sehr schnell gediehen sein, denn schon 1431 nahm Kardinal Giuliano Cesarini, der Präsident des Konzils von Basel, in ihr seinen Sitz. Sein Nachfolger tat es ebenso. Doch schon 1444/45 kam es zur nächsten Katastrophe, als die Armagnakeneinfälle die Kommende verwüsteten. 1478 kam es zu Streitigkeiten über das Asylrecht der Kommende, welche zwei Bürger der Stadt aufgenommen hatte, die einem zum Tode verurteilten zur Flucht verholfen hatten[7]. Die Reformation in Basel führte zu einem Säkularisationsversuch der Klöster durch die Stadt. Als Komtur Ludwig Weitnauer 1533 zur lutherischen Lehre konvertierte und der Landkomtur ihn aus dem Orden ausschloss, ermöglichte die Stadt ihm die Beibehaltung der Kommendenverwaltung. Am 10. Januar 1537 kam es dann zu einem Vertrag zwischen dem Landkomtur und der Stadt, nach welchem der Landkomtur zukünftig einen Schaffner zu berufen hatte, welcher jedoch dem Stadtrat gegenüber zum Gehorsam verpflichtet war und den Bürgereid abzulegen hatte. Der Konvent hatte damit aufgehört zu bestehen und da der katholische Gottesdienst in der Stadt untersagt wurde, ordnete die Stadt am 29. November 1539 schließlich den Abriß des Glockenturms an. Erst im 18. Jahrhundert duldete die Stadt wieder den katholischen Gottesdienst. Jedoch nur für den Komtur und sein Gefolge und hinter verschlossenen Türen. Seit 1660 zumeist dem Komtur von Rixheim unterstellt, wurde sie 1716 endgültig dieser untergeordnet. In schlechtem baulichen Zustand, gab es immer wieder Überlegungen einer Renovierung[8], doch machte die Französische Revolution diesen ein Ende. Um die hohen Kontributionen zahlen zu können, musste die Ballei Elsass-Burgund im September 1796 einen Kredit von 4.000 Louisdors bei Baseler Privatleuten aufnehmen, denen sie die Kommende dann auch verpfändete. Schließlich verkaufte der Landkomtur die Kommende am 7. Oktober 1805, dem am 13. Mai 1806 auch der Hochmeister zustimmte[9].
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II. Komture[10]
Bertold von Freiburg (1291-1293)
Burkard von Kienberg (1296)
Bertold (1297-1298)
Heinrich von Hochheim (1299)
Peter Münch (1304)
Rudolf von Zürich (1307)
Marquard Winhard (1316)
Peter Brunwart (1325-1329)
Johann von Reinach (1331)
Johannes von Ach (1332-1333)
Berthold von Buchegg (1337)
Bertold Steinmann (1338)
Jakob von Reinach (1348-1349)
Johann von Rotenstein (1350)
Werner von Thierstein (1352-1355)
Jakob von Reinach (1356)
Aegidius zem Adler (1382)
Peter zu Rhein (1383-1388)
Rudolf von Randegg (1388)
Werner von Brandis (1390-1393)
Rudolf von Randegg (1391)
Vincenz von Bubenberg (v. 1393)
Arnold Schaler (v. 1393)
Johann von Gerstungen (1396)
Johann von Nollingen (1398-1407)
Franz von Arlesheim (1409-1425)
Heinrich von Ulm (1438)
Burkard von Schellenberg (1443, 1447)
Johannes Bruckmeister (1455)
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Johannes Bruckmeister (1462-1463)
Andreas Schmitt (1468-1480)
Jakob Henmann (1492)
Lienhatd Schmitt (1521)
Ludwig Leitnauer (1523-1538)
Georg von Angeloch (1568-1569)
Johann Georg vom Wmbding (1569-1575)
Jakob Christoph Rink von Baldenstein (1602-1606)
Hans Christoph von Bernhausen (1606-1609)
Johann Jakob von Stein (1609-1613)
Heinrich Schenk von Castell (1614-1617/18)
Hans Schenk von Stauffenberg (1618-1620/21)
Eberhard Truchsess von Rheinfelden (1660-1683)
Melchior Heinrich von Grandmont (1684-1688)
Johann Franz von Reinach (1690-1695)
Franz Marquard von Falkenstein (1697-1702)
Johann Franz von Reinach (1702-1712)
Konrad Karl von Pfirt (1722)
Ignaz Servatius von Roll zu Bernau (1723-1726)
Philipp Anton von Froberg (1730-1736)
Beatus Eusebius von Schauenburg (1745-1758)
Franz Ferdinand von Ramschwag (1759-1764)
Coelestin Oktavian Kempf von Angreth (1764-1796)
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[1] Veronika Feller-Vest, Kommende Basel, in: 800 Jahre Deutscher Orden an Ober-, Hochrhein und in der Schweiz, Selbstverlag der Komturei „Am Oberrhein“ des Deutschen Ordens 2021, S. 110
[2] Die Deutschordens-Ballei Elsaß-Burgund, Bad Mergentheim 1990, S. 3
[3] Veronika Feller-Vest, Kommende Basel, in: 800 Jahre Deutscher Orden an Ober-, Hochrhein und in der Schweiz, Selbstverlag der Komturei „Am Oberrhein“ des Deutschen Ordens 2021, S. 111
[4] Veronika Feller-Vest, Kommende Basel, in: 800 Jahre Deutscher Orden an Ober-, Hochrhein und in der Schweiz, Selbstverlag der Komturei „Am Oberrhein“ des Deutschen Ordens 2021, S. 114
[5] Veronika Feller-Vest, Kommende Basel, in: 800 Jahre Deutscher Orden an Ober-, Hochrhein und in der Schweiz, Selbstverlag der Komturei „Am Oberrhein“ des Deutschen Ordens 2021, S. 111-112
[6] Veronika Feller-Vest, Kommende Basel, in: 800 Jahre Deutscher Orden an Ober-, Hochrhein und in der Schweiz, Selbstverlag der Komturei „Am Oberrhein“ des Deutschen Ordens 2021, S. 114
[7] Veronika Feller-Vest, Kommende Basel, in: 800 Jahre Deutscher Orden an Ober-, Hochrhein und in der Schweiz, Selbstverlag der Komturei „Am Oberrhein“ des Deutschen Ordens 2021, S. 111-112
[8] Veronika Feller-Vest, Kommende Basel, in: 800 Jahre Deutscher Orden an Ober-, Hochrhein und in der Schweiz, Selbstverlag der Komturei „Am Oberrhein“ des Deutschen Ordens 2021, S. 114-116
[9] Veronika Feller-Vest, Kommende Basel, in: 800 Jahre Deutscher Orden an Ober-, Hochrhein und in der Schweiz, Selbstverlag der Komturei „Am Oberrhein“ des Deutschen Ordens 2021, S. 118
[10] Pascal Paul Schneller, Komture von Basel, in: 800 Jahre Deutscher Orden an Ober-, Hochrhein und in der Schweiz, Selbstverlag der Komturei „Am Oberrhein“ des Deutschen Ordens 2021, S. 122-123
