Kommende Cumbetefort

Ballei Armenien

Bistum

Land: Königreich Kleinarmenien

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I           Geschichte

Die Kommende Cumbetefort bestand bereits vor dem Frühjahr 1212. Der Reisende Wilbrand von Oldenburg besuchte die Niederlassung während seiner Reise durch Kilikien und bezeichnete sie als domus et mansio bona hospitalis Alemannorum, als Haus und Herberge des deutschen Hospitals. Damit ist die Niederlassung zu Beginn des Jahres 1212 nachweisbar.

Im April 1212 übertrug der armenische König Leo I. dem Deutschen Orden das casale Cumbetefort. Die Schenkung umfasste den Ort mit seinem gesamten Zubehör. Zu dem Besitz gehörten Land, Gewässer, Mühlen sowie die weiteren mit dem Gut verbundenen Nutzungsrechte. Zugleich wurden die Grenzen des Besitzes festgelegt. Als Grenzpunkte nennt die Schenkungsurkunde Tetimec, Vancun, Beleguinos, Casseria, Bagnigun und Abraainain. Die Grenzzeichen bestanden aus Steinen mit eingemeißelten Kreuzen, unter denen Holzkohle vergraben war.

Mit der Schenkung erhielt die Niederlassung außerdem das Recht, im gesamten armenischen Königreich Waren für den Bedarf ihrer Häuser zu kaufen, zu verkaufen und zu transportieren. Diese Handelsgeschäfte waren von königlichen und privaten Zöllen sowie sonstigen Abgaben befreit. Ferner umfasste der Besitz die zugehörigen Wege, Weiden und weiteren Nutzungsrechte des Gutes.

Am 24. Februar 1213 bestätigte Papst Innozenz III. die königliche Schenkung und den damit verbundenen Besitz des Ordens.

Cumbetefort lag im Gebiet von Mallos (Meloni) zwischen Mamistra und Tarsus. Die Niederlassung bestand aus einem Ordenshaus und dem zugehörigen casale mit seinen Besitzungen und Rechten.

Für die Zeit nach der päpstlichen Bestätigung sind keine weiteren Nachrichten über die Niederlassung überliefert. Die Geschichte der Kommende endet damit in den erhaltenen Quellen.

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– Quellen und Literatur –

Forstreuter, Kurt: Der Deutsche Orden am Mittelmeer., Bonn 1967.

Morton, Nicholas: The Teutonic Knights in the Holy Land, 1190–1291, Woodbridge 2009

Strehlke, Ernst: Tabulae Ordinis Theutonici ex tabularii regii Berolinensis codice potissimum., Berlin 1869