Kommende Holt

Ballei Aldenbiesen

Bistum Lüttich

Land: Deutscher Orden

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I           Geschichte

Die Kommende entstand im Jahr 1281. In diesem Jahr trat Raso van Holt in den Deutschen Orden ein und übertrug dem Orden seine Herrlichkeit Holt. Aus dieser Stiftung entwickelte sich noch im selben Jahr die Kommende Holt, die zugleich den Mittelpunkt des Zinshofes Holt bildete. Die Übertragung des Besitzes wurde in den folgenden Jahren durch mehrere Rechtsakte abgesichert, in denen die bestehenden Lehnsverhältnisse bestätigt und auf den Deutschen Orden übertragen wurden. Dadurch gingen nicht nur Grundbesitz und Einkünfte auf den Orden über, sondern auch die mit den Gütern verbundenen Rechte und Verpflichtungen.

In den ersten Jahren nach der Gründung wurde der Besitz der Kommende geordnet und wirtschaftlich gefestigt. Die zum Hof Holt gehörenden Güter wurden als zinspflichtige Besitzungen organisiert und bildeten die wirtschaftliche Grundlage der Niederlassung. Holt entwickelte sich damit zu einem kleinen Verwaltungs- und Wirtschaftsmittelpunkt innerhalb der Ballei Aldenbiesen. Die räumliche Nähe zur Landkommende Aldenbiesen begünstigte eine enge Verbindung mit deren Verwaltung und trug dazu bei, dass Holt dauerhaft in die Organisationsstruktur der Ballei eingebunden blieb.

Während der folgenden Jahrhunderte blieb Holt eine selbständige Niederlassung des Deutschen Ordens. Im Vergleich zu anderen Kommenden der Ballei verfügte sie jedoch über eine deutlich geringere wirtschaftliche Ausstattung und blieb die kleinste Kommende der Ballei Aldenbiesen.

Zu Beginn des 17. Jahrhunderts reichten die wirtschaftlichen Mittel der Kommende nicht mehr aus, um dauerhaft einen eigenen Komtur zu unterhalten und Landkomtur Edmond Huyn van Amstenraed leitete deshalb eine Neuordnung der Besitzverhältnisse ein. Nachdem er 1611 die Herrlichkeit Ordingen erworben hatte, vereinte er diese mit der Kommende Holt. 1625 wurde die Kommende schließlich von Holt nach Oerdingen überführt.

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– Quellen und Literatur –

Leden van de Duitse Orde in de Balije Biesen, Bilzen 1994

Mol, Hans: De Duitse Orde in de Nederlanden. Balije Biesen, Utrecht 1991.

Mol, J. A.: De Friese Huizen van de Duitse Orde, Ljouwert 1991

Van der Eycken, Michel: De Duitse Orde in het prinsbisdom Luik., in: Saint-Andre. De Duitse Orde in Luik., Opglabbeek 1996

Van der Eycken, Michel, Inventaris van het Archief van de Balije Biesen van de Duitse Orde. Deel II: De commanderijen Bernissem, Gemert, Gruitrode, Holt, Jungen Biesen te Keulen e.a., Bilzen 1996.