Kommende Suntheim

Ballei Elsass-Burgund

Bistum Basel

Land: Frankreich

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I          Geschichte

Im Jahr 1278 wurde die Kommende von Rouffach nach Suntheim verlegt, welches etwas südlich von Ruffach lag [1], und wo der Orden eine kleine Burg besaß[2]. Hier konnte der Besitz in den kommenden Jahren ausgedehnt und durch den Bau einer Mühle abgerundet werden. Neben einem Hospital und der Kommendenkapelle, erwarb die Kommende 1294 auch das Patronat über die Pfarrkirche St. Stephan. Nach dem Tod Rudolfs von Habsburg lösten die Thronkämpfe zwischen den Anhängern Albrechts von Österreich und Adolfs von Nassau gewaltsame Auseinandersetzungen aus, bei welchen Suntheim fast völlig zerstört wurde. Lediglich die besfestigte Kommende konnte die Kämpfe abwehren. Der Konvent zählte 1393 drei Priester- und einen weiteren Ordensbruder. Dies war auch 1414 der Fall, wozu dann aber noch ein weltlicher Kaplan und neun Personen Gesinde kamen. Der Armagnatenkrieg des Jahres 1444 führte zu einer teilweisen Zerstörung der Gebäude, so dass man die Kommende erneut in die Stadt verlegen wollte, wozu der Bischof dann 1487 die Genehmigung erteilt. Tatsächlich dauerte es dann mit der Übersiedlung noch bis 1525, als ein aufgebrachter Mob aus Ruffach nach Suntheim zog, die Ordenskapelle pründerte, das Komturshaus und das übrige Anwesen zerstörte[3].

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I          Komture

siehe Kommende Ruffach

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[1] Faust, Pierre-Paul: „Kommende Rufach (Rouffach)-Suntheim“, in: Pascal Paul Schneller (Hrsg.), 800 Jahre Deutscher Orden an Ober-, Hochrhein und in der Schweiz, Freiburg 2021, S. 261

[2] Klaus Militzer Die Geschichte des Deutschen Ordens, Stuttgart 2005, S. 91

[3] Faust, Pierre-Paul: „Kommende Rufach (Rouffach)-Suntheim“, in: Pascal Paul Schneller (Hrsg.), 800 Jahre Deutscher Orden an Ober-, Hochrhein und in der Schweiz, Freiburg 2021, S. 262-263