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Kanoniker-Orden

 Auch heute noch gibt es die Orden der Kanoniker,  "Regulierte Chorherren" genannt. Sie sind teilweise sehr alt, jedoch gibt es auch zahlreiche neue Gemeinschaften unter ihnen. Ihr Aufbau ist sehr unterschiedlich. So gibt es die klassische Abtei (Propstei), aber vor allem auch den in Provinzen organisierten Orden, welcher seine Mitglieder regelmäßig versetzt. Gemeinsam haben sie alle die Regel des heiligen Augustinus. Lediglich der Deutsche Orden bildet hier eine Ausnahme, hat er doch stets eine eigene Ordensregel besessen. Hier eine kurze Übersicht.

DEUTSCHER  ORDEN

Der Orden ist in fünf Provinzen organisiert, welche in sich sehr unterschiedlich sind. So haben die Deutsche Provinz und die Tschechische Provinz mehrere Konvente, während die übrigen Provinzen lediglich aus einem Konvent bestehen und ihre Ordensbrüder vor allem in den Pfarreien leben. Überhaupt primär in der Pfarrseelsorge tätig, gibt es in den Konventen ein gemeinsames Chorgebet und gemeinsame Mahlzeiten. Innerhalb der Provinzen, welche zusammen 10 Klöster zählen, werden die Ordensbrüder regelmäßig versetzt. Der Sitz des Hochmeisters ist in Wien. Im Gegensatz zu den anderen Kanonikergemeinschaften, folgt der Deutsche Orden nicht der Augustinusregel, sondern hat seit jeher eine eigene Ordensregel.

 - Provinz Deutschland: Priorat Weyarn / Konvente Frankfurt, Wetter, Maria Birnbaum, Koblenz

 - Provinz Österreich: Hochmeisteramt zu Wien

 - Provinz Südtirol: Priorat Lana

 - Provinz Tschechien: Priorat Troppau / Konvent Topolcany

 - Provinz Slowenien: Priorat Laibach 

 

LATERANENSISCHE  CHORHERREN

- Schweizer Kongregation der Regularkanoniker des heiligen Mauritus zu Agaune

Die Kongregation wurde 1128 begründet und besteht lediglich aus der Abtei des hl. Mauritius. Ihr gehörten 2015 35 Ordenspriester und ein Ordensbruder an.

 - Kongregation der Regularkanoniker des Hospitals auf dem Großen St. Bernhard

Die Kongregation wurde 1050 begründet und ist heute eine Territorialabtei in der Schweiz, mit eigenem Diözesangebiet. Der Abt (Propst) gehört der Schweizer Bischofskonferenz an. Neben der eigentlichen Abtei, gibt es noch weitere sechs Niederlassungen, u. a. in Taiwan, zu denen 30 Ordenspriester und 10 Ordensbrüder gehören. 

 - Augustiner-Chorherren von der Unbefleckten Empfängnis

Die Kongregation wurde 1866 in Frankreich begründet und ist heute auch in Brasilien, USA, Kanada, Großbritannien, Italien und Peru vertreten. In ihren 17 Niederlassungen leben 43 Ordenspriester und 6 Ordensbrüder. Diese werden immer wieder zwischen den einzelnen Häusern versetzt.

 - Kongregation vom Heiligsten Erlöser

Die im Jahre 1059 errichtete und die eigentliche Lateranensische Kongregation, ist sie heute in 47 Häusern mit 193 Ordenspriestern und 31 Ordensbrüdern vertreten. Diese liegen in allen Erdteilen und die Ordensmitglieder werden zwischen den einzelnen Häusern versetzt.

 - Kongregation der österreichischen Augustiner-Chorherren

Die Kongregation besteht aus sechs selbständigen Abteien, welche zusammen 133 Ordenspriester und 20 Ordensbrüder zählen. Die Abteien, welche das feierliche Chorgebet und ein recht monastisches Leben pflegen, unterhalten Schulen und betreuen zahlreiche Pfarreien.

 - Kongregation von St. Viktor

Die Kongregation wurde 1978 wiedererrichtet und besteht aus der Abtei St. Pierre in Frankreich und einem Priorat in Tansania. Zu ihr gehören 54 Ordenspriester und 15 Ordensbrüder.

 - Kongregation von Windesheim

Die Kongregation wurde 1969 wiedererrichtet und zählt heute eine Abtei in Paring/Deutschland, wie auch ein Priorat in Tschechien und eine Abtei in Italien. Von den 24 Mitgliedern der Kongregation, gehören zwölf der Abtei Paring an, welche eine eher monastische Lebensweise führt.

 - Brüder vom Gemeinsamen Leben

Die Kongregation wurde aus der Kongregation von Windesheim wiedererrichtet und zählt heute 27 Mitglieder in drei Häusern.

 

PRÄMONSTRATENSER

In den verschiedenen Circarien (Provinzen) befinden sich 77 Abteien mit 1.212 Ordensmitgliedern. Eher monastisch ausgerichtet, sind sie jedoch auch in zahlreichen Pfarreien tätig. Jede Abtei ist eine selbständige Einheit und eine Versetzung gibt es nicht.

 - Böhmische Circarie: 

  - Brabantische Circarie: 

  • Abtei Averbode, Belgien
    • Brasschaat, Belgien
    • Vejle, Dänemark
  • Abtei Berne, Niederlande
    • De Essenburgh, Niederlande
    • Tilburg De Schans, Niederlande
  • Chicuayante, Chile
  • Abtei Grimbergen, Belgien
    • Kommetjie, Südafrika
  • Abtei Park, Belgien
    • Contagem, Brasilien
  • Abtei Postel, Belgien
  • Abtei Tongerlo, Belgien
    • Aketi, Congo
    • Lolo und Titule, Congo
    • Zobia, Congo
    • Rancagua-Requinoa, Chile
  • Prämonstratenserinnenkloster Mariengaard, Niederlande
  • Prämonstratenserinnenkloster Sint-Catharinadal zu Oosterhout, Niederlande
  • Prämonstratenserinnenkloster Immaculata zu Veerle-Laakdal, Belgien

  - Circarie Deutscher Sprache: 

- Circarie Englischer Sprache:

  • Albuquerque, Santa Maria De La Vid, USA
  • Daylesford, USA
  • De Pere, St. Norbert Abbey, USA
    • Chicago, Holy Spirit Study House, USA
    • De Pere, St. Joseph, USA
    • Lima, Peru
    • Raymond (Jackson), St. Moses the Black, USA
  • Jamtara, Indien
    • Bombay, Indien
    • Indara, Indien
    • Jabalpur, Indien
    • Kallamkulam, Indien
    • Nagpur House of Study, Indien
    • Pune House of Study, Indien
    • Quilon, Indien
    • Trichy, Indien
  • Kilnacrott, Irland
  • Mananthavady (ehemals Stift Tepl-Obermedlingen), Indien
  • Chelmsford, Großbritannien
  • Middletown (Bayview), USA
  • Orange, USA
    • San Pedro, USA
    • Prämonstratenserinnenkloster Tehachapi, USA
  • Queens Park, Australien
  • Storrington, Großbritannien

   - Circarie Französischer Sprache: 

  • Abtei Frigolet, Frankreich
  • Leffe, Belgien
  • Abtei Mondaye, Frankreich
    • Prämonstratenserinnenkloster Bonlieu, Frankreich
    • Conques, Frankreich
    • Laloubère, Frankreich
    • Miasino, Italien
  • St. Constant, Kanada

 

  - Circarie Italien: Abtei Sant’Antimo, Italien

  - Circarie Portugisischer Sprache: 

  • Itinga-Bahia, Brasilien
  • Jaú, Brasilien
    • Pirapora, Brasilien
  • Montes Claros, Brasilien
  • Piracicaba, Brasilien
  • São Paulo, Brasilien

  - Circarie Ungarn: 

  • Csorna, Ungarn
  • Gödöllő, Ungarn
  • Oradea, Rumänien

  - Ohne Zugehörigkeit: 

  • Kinshasa, Demokratische Republik Kongo
  • Zsàmbek, Ungarn

  -  Dem Bischof unterstehend (Frauenklöster): 

  • Imbramowice, Polen
  • Krakau (Zwierniec), Polen
    • Doksany, Tschechien
  • Svatý Kopeček, Tschechien
    • Banská Bystrica, Slowakei
    • Bratislava, Slowakei
    • Humpolec, Tschechien
    • Nitra Hrad, Slowakei
    • Piešt’any, Slowakei
    • Trnava, Slowakei
    • Vráble, Slowakei
    • Vrbové, Slowakei
  • Olomouc, Tschechien
  • Toro, Spanien
  • Villoria de Orbigo, Spanien

 

KREUZHERREN

Im Jahr 1211 durch Theodorus de Celles begründet, hat der Orden bis heute sein Mutterkloster in Huy/Belgien. In verschiedenen Provinzen organisiert und in diesen auch immer wieder versetzt, besteht der Orden heute aus 334 Mitgliedern in 33 Niederlassungen in Belgien, Deutschland, Brasilien, Italien, Indonesien, Kongo, Niederlande, Österreich und den USA. Das Habit besteht aus einem weißen Talar, einem weißen Skapilier, über welchem ein schwarzes Zingulum getragen wird. Hierzu kommt eine Mozetta, auf dessen Brust ein Kreuz in roter und weißer Farbe aufgestickt ist.

 

REGULARKANONIKER  VOM  HL. KREUZ

Im Jahre 1979 wiederbegründet, gehören die Regularkanoniker vom heiligen Kreuz zu Coimbra dem Engelwerk an und zählt 132 Mitglieder in 12 Häusern. An der Spitze der Gemeinschaft, welche keine Stabilitas kennt, steht ein Generalprior.

 

KREUZHERREN  MIT  DEM  ROTEN  STERN

Ursprünglich im Jahre 1237 als Ritterorden begründet, ist die Gemeinschaft in den Jahren des Kommunismus fast untergegangen und hatte über Jahre keinen eigenen Hochmeister mehr. Heute hat sie ihr Kloster in Prag, zu welchem ein Priorat in Wien gehört, und zählt 16 Ordenspriester und fünf Ordensbrüder. Das Habit besteht aus einer schwarzen Soutane, mit barockem Kragen, Zingulum und schwarzem Umhang.

 

CHANOINES  REGULIERS  DE  LA MERE  DE  DIEU

Die Ordensgemeinschaft wurde 1969 in Frankreich begründet und besteht heute aus der Abtei Sainte-Marie, in welcher 17 Ordenspriester und 15 Ordensbrüder leben. Das Habit der Gemeinschaft besteht aus einer weißen Soutane, einem weißen Skapulier und einer weißen Mozetta, welche jedoch vorne geöffnet ist. Die Schwestern tragen ein weißes Habit und ein weißes Skapulier, jedoch einen blauen Schleier.

 

CANONS  REGULAR  OF  JESUS  THE  LORD

Die Gemeinschaft entstand in Vladivostok/Russland und ist an der dortigen Kathedrale tätig. Das Habit der Gemeinschaft besteht aus einer weißen Soutane, einem schwarzen Zingulum und einer schwarzen Mozetta. Die Schwestern tragen ein weinrotes Kleid, mit gleichfarbiger Mozetta.

 

CANONS  REGULAR  OF  THE  NEW  JERUSALEM

Die Gemeinschaft wurde im Jahre 2002 in Chesterfield/Missouri begründet und pflegt die Liturgie in der tridentinischen Tradition. Das Habit der Gemeinschaft besteht aus einem weißen Talar, einem Ledergürtel, einem weißen Skapulier und einer schwarzen Mozetta, hierzu einen schwarzen Scleier.

 

CANONS  REGULAR  OF  SAINT  JOHN  CANTIUS

Die Gemeinschaft wurde 1998 in Chicago begründet und pflegt die Liturgie der tridentinischen Tradition. Das Habit ist eine schwarze Soutane mit Zingulum und Rosenkranz.