Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

www.damian-hungs.de

Syro-Malankarische Kirche

 

 Syro-Malankarische Kirche

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gläubige:

ca. 438.500 v. a. in Indien, ca. 10.000 in den USA

Leitung:

Großerzbischof von Trivandrum (Indien)

Bistümer:

 

11 Diözesen in zwei Kirchenprovinzen

Ostkirchliche Bistümer

Ritus:

Westsyrisch

Sprache:

Malayalam

Kalender:

Gregorianisch

 

GESCHICHTE

Während des 18. Jh.s scheiterten vier Versuche, die Malankara Orthodoxe Kirche (die sich 1653 – 65 von der Malabarischen Tradition gelöst und dem westsyrisch-antiochenischen Patriarchat angeschlossen hatte) mit der Malabar-katholischen Kirche wieder zu versöhnen. Als 1926 (14 Jahre nach Gründung des eigenen Katholikosats!) fünf orthodoxe Bischöfe gegen ihr Oberhaupt rebellierten, nahm der charismatische Anführer der Unzufriedenen, Mar Ivanios, Verhandlungen mit Rom auf. Er verlangte für die Union die Beibehaltung des Ritus und Anerkennung der Bischöfe, was ihm Rom gewährte.
Am 20. 9. 1930 wurde er zusammen mit seinem Chorbischof Theophilos in die katholische Kirche aufgenommen. Einige Jahre später schlossen sich zwei weitere Bischöfe der Union an, was ihre Basis entscheidend erweiterte.

Heute hat die Malankara katholische Kirche über 300.000 Mitglieder, konnte ihre Grundlagen aber vor allem durch das Wirken von Mar Ivanios absichern, der durch die geschickte Gründung mehrerer Klöster eine neue Qualität innerhalb der indischen Christenheit ins Leben rief, was nicht nur bei den rivalisierenden Kirchen der anderen Denominationen Anklang fand, sondern die sozialen Strukturen im indischen Bundesstaat insgesamt nachhaltig veränderte.

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch die Gründung eines Zisterzienserklosters in Kurisumala Ashram 1958, das die syrische Mönchstradition behielt und sich an der Hindu-Askese orientiert. Es wurde zu einem beliebten Treffpunkt von Christen und Hindus im Bundesstaat Kerala.

 

- Geschichte der Syro-Malankarischen Kirche

 

621 Pfarreien / 15 Bischöfe / 536 Diözesanpriester / 108 Ordenspriester / 243 Ordensbrüder / 1.893 Schwestern

 

ORDEN:

Order of the Imitation of Christ (Bethany Ashram)

 

 

L i t u r g i e:

BESCHREIBUNG

Vor dem zubereiteten Altar betet der Priester das Staffelgebet. Dann kleidet er sich an und empfiehlt sich dem Gebet der Gläubigen. Die heilige Messe beginnt mit der Darbringung von Brot und Wein, der Beräucherung der Gaben und des Volkes, worauf sich der Lobpreis auf den Dreieinigen Gott (Trisagion) anschließt. Vor den Gläubigen verließt der Ministrant die Epistel, der Priester aber das Evangelium. Anschließend verehrt er das Evangelienbuch. Die Messe der Gläubigen besteht aus einem feierlichen Eingangsgebet mit der Nennung des Festgeheimnisses, einem Lobpreis auf die heiligste Dreifaltigkeit nebst einer Zeremonie an Hand der Ketten des Weihrauchfasses und schließlich dem Credo.

Die eucharistische Opferhandlung ist eingeleitet durch ein Friedensgebet, den Friedenskuss und das "Gebet der Handauflegung". Es werden die Opfergaben abgedeckt, mit dem vor und hinter ihnen herabgelassenen Velum umfächelt (= Erdbeben auf Golgotha). s folgen die Präfation mit dem Sanctus und die Wandlung, ohne Erhebung der heiligen Gestalten. An das Herrengedächtnis und die Herabrufung des Heiligen Geistes (Epiklese) schließen sich lange Fürbitten für Papst, Bischof, Lebende und Verstorbene... und das Gedenken der Gottesmutter an.

Darauf folgt das mehrfache Brechen des Brotes und Berühren der Hostie mit dem heiligen Blut. Das Opfermahl beginnt mit dem Vaterunser und dem Gebet der Handauflegung. Es kommt anschließend zu einem dreifachen Erheben der Opferspeise, zuerst einzeln, dann gleichzeitig, jedesmal mit einem Lobpreis.Anschließend ist die Kommunion des Priesters, sakramentaler Segen und Absolution, Entlassung und Schlusssegen. Nun folgt die Kommunion der Gläubigen und die Nachkommunion des Priesters mit der Danksagung.

 

BESONDERHEITEN

- Der Altarraum ist durch eine bis zur Decke reichende Mauer vom Kirchenschiff getrennt. Der Vorhang des Portals zum Altarraum ist während des Gottesdienstes zumeist geöffnet.

- Keine Bilderwand und keine Kniebank.

- Statt der Kniebeuge gibt es nur die Verneigung.

- Die Erhebung der heiligen Gestalten geschieht erst zu Beginn des Opfermahls.

- Dreimal, vor jedem Hauptmoment, empfiehlt sich der Priester den Gläubigen.

- Der Priester entbietet während der heiligen Messe viermal den Friedensgruß und erteilt sechsmal den  Segen (drei zum Altar und drei zu den Gläubigen).

- Bei jedem Friedensgruß holt er vorher symbolisch den Segen und strömt ihn mit der geöffneten Rechten über die Gläubigen aus, während seine linke Hand mit dem Altar verbunden bleibt.