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Damian Hungs

Kommende Brindisi

 

Ballei Apulien

Erzbistum Brindisi

Land: Königreich Neapel

 

I. Geschichte

Noch vor 1214 gelangte der Deutsche Orden in den Besitz eines Spitals in Brindisi, welches um 1191 begründet worden war. Die Kommende war wohl mit der um das Jahr 1225 geschehenen Balleigründung zur Landkommende geworden. Einen Rang, den sie nach 1233 jedoch an Barletta abgeben musste1. Seit 1215 im Besitz des Castrums Messanei und des Hauses Margeritus gab man diese 1229 an den Kaiser zurück, welcher hierfür jährlich 6.400 Byzantiner aus dem Zoll zu Akkon zahlte. Mit neun Gütern in getreidereicher Gegend ausgestattet, lag das Jahreseinkommen der Kommende 1448 bei 80 Golddukaten2. 1410/11 lebten in der Kommende nur zwei Ordensbrüder3, was auch zwischen 1435 und 1440 der Fall war4. Möglicherweise waren es die beiden Priesterbrüder des Jahres 14515. 1467 gab es jedoch bereits keinen Konvent mehr und die Kommende, wie auch die Kirche S. Maria Alamagnorum, wurden durch einen Prokurator verwaltet6.

 

II. Komture

Bruno (erw. 1234)7

Konrad Turckeln (erw. 1433-1437)8

Ortolfus von Zogenreuth (n. 1436)9

 
1 Klaus Militzer Die Geschichte des Deutschen Ordens, Stuttgart 2005, S. 35
2 Marian Tumler, Der Deutsche Orden im Werden, Wachsen und Wirken bis 1400 mit einem Abriß der Geschichte des Ordens von 1400 bis zur neuesten Zeit, Wien 1955, S. 76
3 Marian Biskup, Visitationen im Deutschen Orden im Mittelalter. Teil I, Marburg 2002, S. 64
4 Kurt Forstreuter, Der Deutsche Orden am Mittelmeer, Bad Godesberg 1967, S. 213
5 Kurt Forstreuter, Der Deutsche Orden am Mittelmeer, Bad Godesberg 1967, S. 132
6 Kurt Forstreuter, Der Deutsche Orden am Mittelmeer, Bad Godesberg 1967, S. 127
7 Kurt Forstreuter, Der Deutsche Orden am Mittelmeer, Bad Godesberg 1967, S. 134
8 Marian Biskup, Visitationen im Deutschen Orden im Mittelalter. Teil I, Marburg 2002, S. 474-478
9Kristjan Toomaspoeg, Die Behauptung des Deutschen Ordens in Italien, in: Herrschaft, Netzwerke und Brüder des Deutschen Ordens in Mittelalter und Neuzeit, Weimar 2012, S. 143