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Kommende Leiden

 

Geschichte

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Ballei Utrecht

(Erz-) Bistum Utrecht

Land: Grafschaft Holland, Republik d. Vereinigten Niederlande (ab 1581)

 

I. Geschichte

1268 erwarb der Deutsche Orden hier das Patronatsrecht der Kirche1 St. Petrus durch den Grafen Floris V. von Holland2 und begründete noch in diesem Jahr eine Kommende3, die eine reine Priesterkommende war4. Seit Beginn mit zwei Priesterbrüdern besetzt, wurde ihre Zahl aufgrund der Arbeitslast schon bald auf drei erhöht5. Eine Zahl, die der Konvent auch 1451 noch beherbergte6. Die Peterskirche war eine Schenkung des Grafen von Holland, der den Dienst von wenigstens zwei Priestern vorsah. Kurz darauf gelangte der Orden südlich der Kirche in den Besitz eines Hauses und eines Hofes, worin er die Kommende einrichtete. Diese unterhielt durchschnittlich einen Konvent von drei Ritter- und zwei Priesterbrüdern, welche unter dem besonderen Schutz des Grafen von Holland standen. Im 15. Jahrhundert konnte die Kommende ihren Besitz ausbauen und das Gebäude erweitern7. Zu Problemen mit der Leidener Bürgerschaft war es bereits 1325 gekommen, als es um die Frage der Vergabe von bürgerlich begründeten Altarstiftungen ging. 1369 war die Streitfrage dann die Erhöhung der Seelsorgerzahl und die Ernennung des neuen Vikars. Da der Graf von Holland für das Patronat des Deutschen Ordens entschied, wanderten die Patrizier- und Bürgerstiftungen zukünftig an die jüngere Pankrazkirche ab. Eine weitere Debatte brachte das Jahr 1450, als die Qualität der Seelsorge an St. Peter beanstandet wurde8.

 

 

1 Klaus Militzer Die Geschichte des Deutschen Ordens, Stuttgart 2005, S. 51

2 Johannes A. de Mol, Deutscherren und Johanniter im Bistum Utrecht und ihre Pfarreien, in: Zenon Hubert Nowak, Ritterorden und Kirche im Mittelalter, Torun 1997, S. 117

3 Bernhard Demel, Unbekannte Aspekte der Geschichte des Deutschen Ordens, Wien 2006, S. 23

4 Klaus Militzer Die Geschichte des Deutschen Ordens, Stuttgart 2005, S. 51

5 Johannes A. de Mol, Deutscherren und Johanniter im Bistum Utrecht und ihre Pfarreien, in: Zenon Hubert Nowak, Ritterorden und Kirche im Mittelalter, Torun 1997, S. 119

6 J. A. Mol, De Friese Huizen van de Duitse Orde, Ljouwert 1991, S. 259

7 http://www.ridderlijkeduitscheorde.nl/ , commanderij van Leiden

8 Johannes A. de Mol, Deutscherren und Johanniter im Bistum Utrecht und ihre Pfarreien, in: Zenon Hubert Nowak, Ritterorden und Kirche im Mittelalter, Torun 1997, S. 120

 

Leiden, Sint Pieterskrek
Quelle: http://tagrijn.wordpress.com/2012/02/23/in-1512-stortte-de-toren-in/
(11.07.2013)Leiden, Sint Pieterskrek Quelle: http://tagrijn.wordpress.com/2012/02/23/in-1512-stortte-de-toren-in/ (11.07.2013)