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Kommende Liebstedt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kommende Liebstedt

Ballei Thüringen

Erzbistum Mainz

Land: Fürstentum Weimar, Grafschaft Beichlingen, Markgrafschaft Meißen

 

I. Geschichte

Im Jahre 1331 überließen die Grafen von Orlamünde ihre Burg und den dazugehörigen Besitz zu Liebstedt dem Deutschen Orden. Dazu gehörte auch die Herrschaft über die Dörfer Wohlsborn und Goldbach. Noch im selben Jahr mit einem Komtur besetzt, wurde die Kommende zwischen 1486 und 1493 neu erbaut, gelangte jedoch nach 1558 unter die Verwaltung des Landkomturs1. Dieser hatte sie zwischenzeitig, aufgrund der Schuldenlast der Ballei, nach 1429 mit allen Besitzungen an den Deutschmeister verpfändet2. 1410/11 mit einem Konvent von einem Ritter- und einem Priesterbruder besetzt3, stieg dessen Zahl bis 1451 auf einen Ritter- und zwei Priesterbrüder4, besaß sie 1503 das Patronat der Kirche in Wolfsborn und beherbergte einen Konvent von drei Ritter- und zwei Priesterbrüdern5. Ihren Unterhalt bezog die Kommende 1448 u. a. aus 14 Acker Weinberg, der sich jedoch bis 1503 auf zwei Acker reduzierte6.

 

II. Komture7

Konrad Eckbrecht (1339)

Bertold von Topfstedt (1342)

Johann von Kospoth (1343)

Konrad Funke (1363-1364)

Friedrich Selbwelde (1367)

Götz Töpfer (1369)

Friedrich Lisperger (1375)

Friedrich von Hofe (1426)

Konrad von Teutleben (1447)

Johann von Fruhstedt (1486)

Heinrich von Harras (1559)

Volrat von Watzdorf (1522)

Georg von Dobeneck (1543-1562)

 

1 Deutschordens-Ballei Thüringen, Bad Mergentheim 1992, S. 12-13

2 Bernhard Sommerlad, Der Deutsche Orden in Thüringen, Halle 1931, S. 58

3 Marian Biskup, Irena Janosz-Biskupowa, Visitationen im Deutschen Orden im Mittelalter 1236-1449,Marburg 2002, S. 66

4 Marian Biskup, Visitationen im Deutschen Orden im Mittelalter. Teil II, Marburg 2004, S. 120

5 Marian Tumler, Der Deutsche Orden im Werden, Wachsen und Wirken bis 1400 mit einem Abriß derGeschichte des Ordens von 1400 bis zur neuesten Zeit, Wien 1955, S. 153

6 Bernhard Sommerlad, Der Deutsche Orden in Thüringen, Halle 1931, S. 118-119

7 Bernhard Sommerlad, Der Deutsche Orden in Thüringen, Halle 1931, S. 218

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