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Kommende Ober-Flörsheim

 

 

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Kommende Ober-Flörsheim

Ballei Hessen

Erzbistum Mainz

Land: Kurpfalz

 

I. Geschichte

Im Jahre 1237 kaufte die Ballei Hessen für 850 Mark Weinberge und Ländereien vom Stift Hugshofen und von den Herren von Eberstein. Hierzu kam 1302 noch der Erwerb von 40 Joch Ackerland. Wohl mit den Patrozinien der Kirchen Ober-Flörsheim und Abenheim ausgestattet1, lebten hier bereits 1253 drei Ordensbrüder2. Ab dem Jahr 1273 sind dann auch Komture und Pfarrer belegt3. Obwohl die Kommende eine gute Entwicklung genommen hatte, ihr gehörten neben dem Komtur auch ein Hauskomtur, Trappier, Cellerar, Pitanzenmeister und Scheffner an4, wurde sie nach 1251 der Kommende Marburg unterstellt5, deren Trappier sie wirtschaftlich auch Rechenschaft abzulegen hatte6. Im Jahre 1801 wurde die Kommende säkularisiert7.

 

II. Komture

Konrad (erw. 1300)

Wolf von Derenbach (1363)8

Ludwig Schenk (1416-1419)9

Ludwig Schenk (1426)10

Johann Daniel von Priort (1679-1681)

Franz Mordian von Griesheim (1681)

Mordio von der Recke (1681-1682)

August von der Lippe-Brake (1683-1684)

Wilhelm Wennemar von Neuhoff (1684-1689)

Hans Heinrich von Boineburg gen. von Hohenstein (1687-1692)

Johann Adolph Langwerth von Simmern (1692-1700)

Damian Hugo von Schönborn (1700-1701)

Wilhelm Friedrich von Wartensleben (1701-1703)

Philipp Rau von Holzhausen (1711-1722)

August Wolfgang von der Lippe (1726-1730)

Christian Friedrich von Brand (1733-1741)

Adam Alexander von Diemar (1741-1748)

Georg Wilhelm von Hardenberg (1749-1761)

Carl Friedrich von Eyb (1761-1765)

Carl Friedrich von Baumbach (1765-1772)

Friedrich Unico von Münster (1773-1775)

Maximilian Wilhelm von Stetten (1775-1779)

Heinrich Moritz von Berlepsch (1779-1794)

Ernst Ludwig von Freudenberg (1791-1803)11

1 Marian Tumler, Der Deutsche Orden im Werden, Wachsen und Wirken bis 1400 mit einem Abriß der Geschichte des Ordens von 1400 bis zur neuesten Zeit, Wien 1955, S. 143

2 Ursula Braasch-Schwersmann, Das Deutschordenshaus Marburg. Wirtschaft und Verwaltung einer spätmittelalterlichen Grundherrschaft., Marburg 1989, S. 15

3 Marian Tumler, Der Deutsche Orden im Werden, Wachsen und Wirken bis 1400 mit einem Abriß der Geschichte des Ordens von 1400 bis zur neuesten Zeit, Wien 1955, S. 143

4 Ursula Braasch-Schwersmann, Das Deutschordenshaus Marburg. Wirtschaft und Verwaltung einer spätmittelalterlichen Grundherrschaft., Marburg 1989, S. 15

5 700 Jahre Elisabethkirche in Marburg, Katalog 5: Der Deutsche Orden in Hessen, Marburg 1983, S. 23

6 Ursula Braasch-Schwersmann, Das Deutschordenshaus Marburg. Wirtschaft und Verwaltung einer spätmittelalterlichen Grundherrschaft., Marburg 1989, S. 15

7 Bernhard Demel, 1190-2010. 820 Jahre Deutscher Orden. Fünf Referate über eine lange Geschichte in Europa., Riedeldruck 2011, S. 40

8 Rüdiger Schmidt, Die Deutschordenskommenden Trier und Beckingen. 1242-1794., Marburg 1979, S. 297

9 Ursula Braasch-Schwersmann, Das Deutschordenshaus Marburg. Wirtschaft und Verwaltung einer spätmittelalterlichen Grundherrschaft., Marburg 1989, S. 265

10 Ursula Braasch-Schwersmann, Das Deutschordenshaus Marburg. Wirtschaft und Verwaltung einer spätmittelalterlichen Grundherrschaft., Marburg 1989, S. 265

11Karl Murk, Die Ritterbrüder der Ballei Hessen-Herkunft, Habitus, Vernetzung, in: Herrschaft, Netzwerke und Brüder des Deutschen Ordens in Mittelalter und Neuzeit, Weimar 2012, S. 231-239

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