Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

www.damian-hungs.de

 

 

Auf YouTube:

Damian Hungs

 

Kommende Ottmarsheim

 

Geschichte

Komture

Bilder

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ballei Westfalen

Bistum Utrecht, Bistum Münster

Land: Fürstbistum Utrecht (Oversticht)

 

I. Geschichte

Ursprünglich zur Ballei Utrecht gehörend, wechselte die Kommende 1451 in die Ballei Westfalen über1. Zu diesem Zeitpunkt bestand ihr Konvent aus zwei Ritter- und einem Priesterbruder2. Die bereits 1367 erwähnte Fachwerkkapelle, wurde 1480 durch einen Steinbau ersetzt, der am 9. Juli 1494 durch den Utrechter Weihbischof Albertus Engel geweiht wurde3. Landkomtur Bernhard von Schedelich versuchte 1536 die Kommende zur Landkommende der Ballei Westfalen zu machen. Dies verwundert nicht; war die Kommende doch im 16. Jahrhundert das reichste und größte Haus der Ballei, so konnte sie im Jahre 1591 Einnahmen in Höhe von 1.220 Reichstalern aufweisen, wogegen nur 920 Reichstaler Ausgaben standen. Ist auch die Verlegung der Landkommende nach Ootmarsum misslungen, so blieb die Kommende doch bis zum Ende des 16. Jahrhunderts das Noviziatshaus der Ritter- und Priesternovizen der Ballei. Im Verlauf des spanisch-holländischen Krieges wurde die Kommende nicht nur wiederholt geplündert, sondern auch stark zerstört. Schließlich musste der Komtur 1579 sogar nach Münster übersiedeln. War die Kommende am Kriegsende auch schuldenfrei, so konnte sie doch für die kommenden Jahre keine Einnahmen mehr erwarten. Die Herrschaftswechsel, ursprünglich einmal Grafschaft Twente, dann Spanische Niederlande und schließlich die Generalstaaten, vereinfachten ihre Situation nicht. Nun in einem Protestantischen gelegen, wurde ihre politische Lage zu Beginn des 17. Jahrhunderts immer delikater. Nachdem der Landtag den Komtur und seine Gerechtsamen nicht mehr weiter schützen wollte, kam es am Karnevalsmontag 1616 zu einem Überfall durch die Bürger von Ootmarsum, ohne dass jemand zur Rechenschaft gezogen werden konnte. Schließlich versuchten die Landstände die Kommende zu säkularisieren. Schließlich trat der letzte Komtur, Johan Diederik van Heiden, kurz nach 1628 aus dem Orden aus. In einem Tausch überließ ihm der Deutsche Orden die Kommende Ootmarsum, wofür er den in Westfalen gelegenen Adelssitz Waldenburg erhielt. Der Tausch wurde am 25. April 1635 endgültig vollzogen4.

 

II. Komture5

Heinrich Graes (1510-1535/36)

Bernhard von Schedelich (1528-1554)

Bernhard de Bever (1556-1590)

Georg von Hanxleden (1592)

Gisbert up dem Berge (1593-1624)

Hans Reichard Siberg (1625-1628)

Johann Dietrich von Heiden (1629-1635)

 

1 A. L. Hulshoff, Gründungsstein aus der Kapelle Ootmarsum., in: Ritter und Priester. Acht Jahrhunderte Deutscher Orden in Nordwesteuropa, Aldenbiesen 1992, S. 50
2J. A. Mol, De Friese Huizenvan de Duitse Orde, Leeuwarden 1998, 14
3 A. L. Hulshoff, Gründungsstein aus der Kapelle Ootmarsum., in: Ritter und Priester. Acht Jahrhunderte Deutscher Orden in Nordwesteuropa, Aldenbiesen 1992, S. 50
4 Hans Jürgen Dorn, Die Deutschordensballei Westfalen (Quellen und Studien zur Geschichte des Deutschen Ordens, Bd. 26), Marburg 1978, S. 46-57
5 Hans Jürgen Dorn, Die Deutschordensballei Westfalen, Marburg 1978, S. 224

 

Bildergalerie