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Kommende Ruffach

 

Ballei Elsass-Burgund

Bistum Basel

Land: Fürstbistum Straßburg, Frankreich

 

I. Geschichte

Aus einer Schenkung des Bischofs Heinrich II. von Straßburg entstanden, bestand die Kommende bereits vor 1231. Warum die Kommende 1278 nach Suntheim verlegt wurde, ist nicht bekannt. Nachdem die Kommende in Suntheim zerstört worden war, wurde die Kommende 1444 erneut nach Ruffach verlegt. 1487 kam es zu einem Neubau der Kommende, welcher 1572 noch einmal erweitert wurde. Da die neue Kommende unmittelbar neben dem Franziskanerkloster lag, das der Kommende einen Teil seiner Kirche zur Verfügung stellte, verzichtete man auf den Bau einer eigenen Kommendenkirche. In einer Einigung von 1568 wurden die Rechte und Pflichten der Kommende innerhalb der Stadt geregelt. Hiernach kam der Kommende die Verteidigung eines Teils der Stadtmauer zu. Während der Schwedeneinfälle des Dreißigjährigen Krieges hatte der Komtur die Kommende verlassen. Seit 1648 wieder instandgesetzt, wurde das Haus durch den König von Frankreich dem Lazarusorden übergeben. Zwar konnte der Orden die Kommende 1697 zurückerhalten, doch war sie vollkommen heruntergekommen und musste erneut aufgebaut werden. Im 18. Jahrhundert kam die Kommende mit Gebweiler unter einen Verwalter, wurde aber vom französischen Staat säkularisiert, 1793 Sitz der Ruffacher Revolutionsmänner und 1795 versteigert1.

 

II. Komture

Gottfried (1231-1234)2

Johann Werner Hundbiß von Waltrambs (1624/25)3

Georg Friedrich Stürzel von Buchheim (1700-?)4

Johann Franz Karl von und zu Schönau (1699-?)5

Philipp Friedrich von Baden (1723-?)6

Johann Baptista Ferdinand von Eptingen (1751-?)7

 
1 Die Deutschordens-Ballei Elsaß-Burgund, Bad Mergentheim 1990, S. 8-9
2 Peter Heim, Die Deutschordenskommende Beuggen und die Anfange der Ballei Elsass-Burgund, BadGodesberg 1977, S. 159
3 Franz Rudolf Wey, Die Deutschordens-Kommende Hitzkirch, Luzern 1923, S. 166
4 Franz Rudolf Wey, Die Deutschordens-Kommende Hitzkirch, Luzern 1923, S. 169
5 Franz Rudolf Wey, Die Deutschordens-Kommende Hitzkirch, Luzern 1923, S. 169
6 Franz Rudolf Wey, Die Deutschordens-Kommende Hitzkirch, Luzern 1923, S. 169
7 Franz Rudolf Wey, Die Deutschordens-Kommende Hitzkirch, Luzern 1923, S. 171