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Kommende Suntheim

KOMMENDE  SUNTHEIM

Ballei Elsass-Burgund

Bistum Basel

Land: Frankreich

 

GESCHICHTE

Unweit von Ruffach lag die kleine Ordensburg Suntheim. Zur Kommende gehörte auch eine Niederlassung von Deutschordensschwestern, welche um 1300 von Hitzkirch nach Suntheim verlegt wurde. Diese wurden 1311 der Kommende Beuggen angeschlossen1, wohin sie dann 1331 übersiedelten. Nach dem Tod Kaiser Rudolf I. (1218-1291) wurde die Kommende ein Opfer der Thronstreitigkeiten und ging in Flammen auf. Landkomtur von Klingenberg ersuchte den Bischof von Straßburg um die Erlaubnis einer Verlegung der wiederaufgebauten Kommende nach Ruffach, da die einsame Lage ein Unsicherheitsfaktor war. Obwohl der Bischof 1487 die Erlaubnis erteilt hatte, kam es dann doch zu keiner Verlegung, und noch 1525 war die Kommende bewohnt. In diesem Jahr wurde die Kommende, in Folge des Bauernkrieges, zerstört2. Bereits 1410/11 bestand der Kommendenkonvent nur aus zwei Priesterbrüdern3.

 

1 Klaus Militzer Die Geschichte des Deutschen Ordens, Stuttgart 2005, S. 91

2 Hans G. Boehm, Die Deutschordens-Ballei Elsaß-Burgund, Bad Mergentheim 1990, S. 11

3 Marian Biskup, Visitationen im Deutschen Orden im Mittelalter. Teil I, Marburg 2002, S. 65