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Kommende Tiel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ballei Utrecht

(Erz-) Bistum Utrecht

Land: Herzogtum Geldern, Republik d. Vereinigten Niederlande (ab 1581)

 

Die Kommende wurde im Jahre 1270 begründet1. Die personell starke Kommende unterhielt seit ihrer Frühzeit einen hohen Anteil an Priesterbrüdern, deren Hauptaufgabe der Vollzug des Chordienstes war2, und die hierbei durch eine Anzahl von Chorknaben unterstützt wurden3. Die Kommende, welche 1451 einen Konvent von zwei Ritter- und sechs Priesterbrüdern unterhielt4, verfügte 1577 über ein Jahreseinkommen von 1.409 Taler und war damit das zweitreichste Haus der Ballei5. Ihren Ursprung hatte die Kommende in der seit 1256 belegbaren Kommende Ophemert. Am 20. Mai 1328 kaufte der Deutsche Orden die Stiftskirche St. Walburga mit allen Gütern und Rechten, dessen Kapitel nach Arnheim übergesiedelt war. Schon im Juli 1328 sind die Ordensbrüder daraufhin an der Walburgakirche tätig. Kurz darauf kommt es zu einer Übereinkunft mit der Stadt Tiel, wodurch dem Orden auch noch die Martinskirche übertragen wurde, so dass er innerhalb der Stadt über 29 Vikarien (19 in St. Walburga und 10 in St. Martin), wie auch drei Altäre verfügte. Diese wurden vor allem durch den Landkomtur vergeben6. Die sechs Priesterbrüder der Kommende besorgten nicht nur das Chorgebet an der Walburgakirche, sondern auch die Seelsorge an der Martinuskirche und der von ihr abhängigen Dorfkirche zu Drumpt7.

 

1 Bernhard Demel, Unbekannte Aspekte der Geschichte des Deutschen Ordens, Wien 2006, S. 23

2J. A. Mol, De Friese Huizen van de Duitse Orde, Leeuwarden 1998, S. 234

3 J. A. Mol, De Friese Huizen van de Duitse Orde, Ljouwert 1991, S. 64

4 J. A. Mol, De Friese Huizen van de Duitse Orde, Ljouwert 1991, S. 259

5 J. A. Mol, De Friese Huizen van de Duitse Orde, Ljouwert 1991, S. 174

6 http://www.ridderlijkeduitscheorde.nl/ , commanderij van Tiel

7 Johannes A. de Mol, Deutscherren und Johanniter im Bistum Utrecht und ihre Pfarreien, in: Zenon Hubert Nowak, Ritterorden und Kirche im Mittelalter, Torun 1997, S. 119