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Kommende Bern

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

KOMMENDE  BERN

Ballei Elsass-Burgund

Bistum Lausanne

Land: Reichsstadt Bern, Eidgenossenschaft (1353)

 

I. Geschichte

Im Jahre 1256 erstmals erwähnt1, gehörte ihr die einige Kirche der Stadt, St. Vinzenz. Diese wurde 1276 zu einer eigenständigen Pfarrkirche erhoben2, doch verblieben die Pfarrrechte im Besitz des Ordens3. In diesen Jahren siedelten auch Franziskaner und Dominikaner in der Stadt4, womit die Pfarrkirche ihr Alleinstellungsmerkmal verlor. Zwischen 1406 und 1408 kam es zu einem Um- und Erweiterungsbau der Kommende. Da an der Stelle der Kommende eine Münsterkirche errichtet werden sollte, stimmte der Bischof am 14. Oktober 1426 dem Abbruch der Kommende zu, welche ihren Neubau zwischen 1427 und 14305 an der Westseite des Münsters fand6. Seit 1485 war die Kommende der Sitz des Domherrenstiftes7, wofür die Stadt der Kommende 1484 die Kirchenrechte abgekauft hatte8. Lebten hier 1410/11 sieben Priesterbrüder9, so zählte die Priesterkommende auch 1451 sieben Priester- und zwei weitere Ordensbrüder10. Ihren geistlichen Pflichten scheint die Kommende ungebrochen wahrgenommen zu haben, da man sie während der Reformation der Stadt buchstäblich von ihren Chorstühlen holen musste11. Dies war im Jahr 1528. Zwar konnte der Orden 1554 in einem Vergleich sein Haus wieder erlangen, doch wurde es zukünftig nur noch durch einen Schaffner verwaltet12. Dem hiesigen Komtur unterstand auch der Schwesternkonvent in Bern13.

 

II. Komture

Berthold von Buchegg (erw. 1326)

Theobald Baselwind (1329-1331)

Mangold von Brandis (1338-1345)

Theobald Baselwind (1342-1357)

Werner von Brandis (erw. 1357)

Theobald Baselwind (erw. 1360)

Konrad von Rieder (erw 1365)

Vinzenz von Bubenberg (1365-1368)

Arnold Schaler (1377-1379)

Franz Senno (1393-1398)

Hans von Neuenhausen (1442-1444)

Hans Truchsess (erw. 1451)14

 
Quelle: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/8/83/Merian,_Bern,_Reuental.jpg/300px-Merian,_Bern,_Reuental.jpg (25.12.2014)Quelle: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/8/83/Merian,_Bern,_Reuental.jpg/300px-Merian,_Bern,_Reuental.jpg (25.12.2014)
 
  

1 Die Deutschordens-Ballei Elsass-Burgund, Bad Mergentheim 1990, S. 24

2 https://www.bernermuenster.ch/de/berner-muenster/muensterbau/geschichte.php (17.02.2019)

3 Kurt Forstreuter, Der Deutsche Orden am Mittelmeer, Bad Godesberg 1967, S. 213

4 https://www.bernermuenster.ch/de/berner-muenster/muensterbau/geschichte.php (17.02.2019)

5 Die Deutschordens-Ballei Elsass-Burgund, Bad Mergentheim 1990, S. 24

6 https://www.bernermuenster.ch/de/berner-muenster/muensterbau/geschichte.php (17.02.2019)

7 Die Deutschordens-Ballei Elsass-Burgund, Bad Mergentheim 1990, S. 24-25

8 http://www.bernermuenster.ch/sites/bm/bm_muenster_geschichte.php (20. April 2010)

9 Marian Biskup, Visitationen im Deutschen Orden im Mittelalter. Teil I, Marburg 2002, S. 65

10 Marian Biskup, Visitationen im Deutschen Orden im Mittelalter. Teil II, Marburg 2004, S. 130

11 Marian Tumler, Der Deutsche Orden im Werden, Wachsen und Wirken bis 1400 mit einem Abriß der Geschichte des Ordens von 1400 bis zur neuesten Zeit, Wien 1955, S. 443

12 https://www.koeniz.ch/wohnen/gemeindeportraet/geschichte.page/148 (17.02.2019)

13 Marian Tumler, Der Deutsche Orden im Werden, Wachsen und Wirken bis 1400 mit einem Abriß der Geschichte des Ordens von 1400 bis zur neuesten Zeit, Wien 1955, S. 387

14 http://www.hiko-owp.eu/wp-content/uploads/2015/11/Amtsträger-DO-Preußen.pdf (01.01.2019)